Starlights. Eine Darling in the Franxx Fanfiction

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      Starlights

      Ein strahlend grelles Licht durchbricht den luftleeren Raum. Für einen kurzen Augenblick ist der gesamte Kosmos erleuchtet. Nun kehrt Finsternis zurück. Was bleibt, ist ein schwaches Licht. Ein sanftes Glühen. Kaum auszumachen. Dieses Leuchten:


      Bin ich.

      Sind Wir.

      Ich erwache. Unfähig etwas zu sehen.Um mich herum, erstreckt sich der Schatten einer vollkommenen Dunkelheit.

      Wir erwachen. Ich kann dich sehen. Um uns befindet sich der endlose Kosmos. Erfüllt mit all seinen Wundern. Monde, Planeten, Galaxien. Sterne, die sich wie durch eine Hand geführt aneinander schmiegen, um gemeinsam die prächtigsten Bilder in die Unendlichkeit zu zeichnen. Doch der schönste Schein geht von dir aus.

      Ich kann nichts fühlen. Alles ist stumpf und Taub. Ich bin formlos. Das einzige, das ich wahrnehmen kann ist, dass ich ohne jeglichen Körper, umringt von leere zu sein scheine. Wo bin ich? Wer bin ich? Ich versinke in einem tiefen Abgrund. Ein schwarzes Loch.

      Ich kann dich fühlen. Ich spüre deine nähe. Deine Wärme. Tiefer noch, als sie es durch Berührung sein könnte. Eine wärme die mich tief durchdringt und mein Innerstes zum Glühen bringt.
      Fühlst du es auch?


      Ich kann nichts hören. Völlig geräuschlos treibe ich dahin. Da ist kein einziger Ton. Nicht einmal das leiseste Summen vermag ich auszumachen.

      Weit entfernt kann ich sie hören. Erst ganz leise. Dann immer klarer. Immer lauter werden ihre Stimmen. Sie sind es. All unsere Freunde. Sie rufen nach uns. Sprechen mit uns. Unwissend, dass ich sie tatsächlich hören kann. Hörst du sie? Sie richten Gebete an uns. Sie danken uns dafür, dass wir ihnen einen Neubeginn ermöglichten. Sie erzählen von uns. Unsere Geschichte. Ich rufe nach dir.

      Was soll das ganze? Wieso nur? Was ist das für ein grausamer Zustand? Diese Leere. In mir wächst Angst heran. Die Angst davor, das dieses erbarmungslose Nichts im Begriff ist, mich vollständig einzunehmen. Eine unbändige Angst, alleine zu sein. Weit entfernt zu sein. Weit entfernt von all meinen Erinnerungen. Meiner Heimat. Von denen, die mir einst alles bedeuteten.
      Weit entfernt.... von dir.


      Ich spreche zu dir. Doch nicht in Worten. Es ist, als wäre unser Geist verschmolzen. Meine Gedanken fließen direkt zu dir. Ich erzähle dir von meiner Glückseligkeit.

      Sehnsucht ergreift mich. Ich verzehre mich nach dir. Ich möchte dir nah sein. Dich umarmen. Eins werden mit dir. Ich vermisse dich. Ohne zu wissen, wer du eigentlich bist. Oder überhaupt Existierst. Entspringst du nur meinem unbändigem Verlangen nach Einigkeit?

      Ich berichte dir von meinen Gefühlen, Träumen und Wünsche. Meiner Freude darüber, an deiner Seite zu sein. Wie schön es ist, mit dir zu schweben. Wir. Gemeinsam. Wir lassen uns treiben. Seite an Seite.
      Versprechen, die wir uns einst gaben... Doch... Du antwortest nicht...


      Verzweiflung umschließt mich. Ich bin gefangen. Da ist kein Entkommen. Ich wurde zerbrochen. In zwei Teile gesprengt. Unfähig mich jemals wieder zusammenzufügen.
      Wie kam es soweit? Wofür muss ich büßen? Es spielt keine Rolle.
      Ich bin auf ewig an mich selbst gekettet. Eingesperrt in einem Käfig aus Einsamkeit, treibe ich dahin. Mein einziger Flügel, er ist gebrochen.


      Wieso nur, antwortest du nicht? Kannst du mich nicht hören? Meine Wärme spüren? Mein Licht sehen? Du reagierst nicht. Du gibst kein Zeichen. Dein Licht wird schwächer. Glich es anfangs noch einem Kerzenschein, so ist es nun nur noch als schwaches Glimmen zu empfinden. Wir sind uns doch so nah. Du gehörst mir. Doch, du entfernst dich. Wendest dich ab. Entrinnst mir. Du teilst uns entzwei. Ich versuche dich Aufzuhalten. Dich aufzufangen und an mich zu binden. Dich zu halten. Meine Wärme in dich zu leiten. Mein Licht zu teilen um dich heller strahlen zu lassen.
      Aber es gelingt mir nicht... Du entgleitest mir... Du erlischst...


      Ich treibe dahin. Mein Geist entweicht. Ich gebe auf. Es ist Sinnlos. Da ist nichts. Der Kampf ist entschieden. Ich habe verloren. Du bist nicht da. Es gibt dich nicht.

      Ich schlage, kralle, beiße nach dir. Du treibst weiter davon. Wut und Verzweiflung überkommen mich. Die panische Angst dich erneut zu verlieren, schreit aus mir heraus.

      Ich erwache erneut. Ich konnte etwas hören. Da war ein Geräusch. Da war ein Flüstern. Weit entfernt. Kaum auszumachen und unverständlich. Doch ich habe es Gehört. Hoffnung keimt in mir auf. Da ist etwas.

      Tränen überkommen mich. Hast du mich vergessen? Warum wendest du dich von mir ab? War es zu viel? Willst du mich nicht? Ich weine alleine... Ich bin allein...

      Es ist nicht zu greifen. Ich verstehe das Flüstern nicht. Es ist zu weit entfernt. Ich konzentriere mich darauf, doch es bleibt ein Rauschen im Wind. Ein stummes Rufen, das sich auf dem Weg zu mir verliert.

      Ich verliere dich. Trauer und Einsamkeit finden ihren Weg in mein Herz. Meine Wärme weicht. Mir wird kalt. Ich beginne zu frieren.

      Ich strecke mich danach. Ich setze alles daran es zu fangen. Ich bin fasst dran. Ich kann es schaffen. Ich kann es erreichen.

      Ein eisiger Hauch erfasst mich. Ich erinnere mich an eine Zeit. Unsere ersten gemeinsamen Momente. Damals fror ich ebenfalls. Du hattest mich befreit. Du hast mich gewärmt. Mir Wörter gelehrt, wo einst nur Bilder waren. Du hast mir Hoffnung geschenkt. Ein Ziel gegeben. Einen Sinn verliehen.
      Das dritte Wort. Ich sage es vor mich hin. So als könntest du mich hören. Als wäre ich nicht allein. Als wären wir noch eins.


      DA IST ES! Ich konnte es greifen! Ich umschließe es mit aller Macht. Presse es an mich.
      Du bist es! Ich erkenne deine Stimme! Du bist bei mir! Das eine Wort, das wie kein anderes unsere Verbundenheit ausdrücken soll, und nur du es in diesem wohligen Klang auszusprechen vermagst. Ich habe es vernommen. Ich kann dich hören. Ich bin bei dir!


      Vom Schmerz gepeinigt, verschließe ich mich. Ich möchte nichts mehr sehen. Ich möchte nichts mehr fühlen. Ich möchte nicht mehr sein. Nicht ohne dich. Nicht ohne deine Wärme, deine Stimme, dem Geschmack deiner Haut. Alles verschwimmt. Nebel umhüllt mich. Ich lasse die Kälte herein.
      Kälte, die nun im Einklang mit der Dunkelheit den Platz füllen soll, den du in mir zurückgelassen hast.
      Mein Flügel. Er wird schwer. Ich lasse ihn fallen. Ich brauche ihn nicht mehr.


      Doch genau in diesem Moment:




      Ich leuchte auf.

      Leuchtest du auf.













      Du leuchtest auf. Die Kälte weicht. Ich entzünde mich. Lodere auf. Du hast mich erhört. Ich rufe dir weiterhin zu.


      Darling!

      Meine Sinne erwachen. Das Eine Wort. Es schenkt mir Kraft. Es gibt mir Hoffnung. Ich öffne meine Augen. Ich suche nach dir. Noch bist du nicht auszumachen. Doch nun, kann ich sehen. Verschwommen. Unklar. Schleierhaft. Doch ich kann ihn sehen. Den galaktischen Raum, angefüllt mit den Funken farbenprächtiger Energie. Energie, die durch ihren Kreislauf aus Verglühen und Wiedergeburt, atemberaubende Bilder an die kosmische Leinwand zaubert.
      Sterne streifen an mir vorbei. Ziehen glitzernde Schweife winziger Partikel hinter sich. Alles scheint zu funkeln.


      Darling!

      Der Klang deiner Stimme. Erinnerungen. Ich kann mich an Zahlen erinnern. Codes? Oder sind es Namen? Beides? Da sind Personen denen ich etwas bedeute. Die mich lieben. Uns danken. Ich kann sie hören.

      Darling!

      Da sind Blumen. Die Namen prächtiger Blüten. Ein Garten. Unser Zuhause.
      Bilder, Stimmen, Gesichter, alles findet in kleinen Stückchen seinen Weg zu mir. Durchstreift mein Selbst und lässt seine emotionale Kraft in mich einfließen.


      Darling!

      Deine Stimme.Sie durchbricht mich. Dringt in mich ein. Wird als Echo von meiner Hülle zurückgeworfen. Keimt in mir auf. Füllt mich aus. Meine Kräfte wachsen mit jeder Erinnerung die mich erreicht. Ich sehe immer klarer. Kein Rauschen mehr. Laut und deutlich kann ich die Gebete vernehmen die an uns gerichtet sind. Doch am aller deutlichsten kann ich deinen Ausruf erfassen.

      Darling!

      So lange hattest du nach mir gesucht. Nun ist es an mir, dich zu finden. Meine Augen durchwandern das grelle Schauspiel. Ich kann dich fühlen. Du musst hier irgendwo sein.

      Darling!

      Da ist es! Ein roter Schimmer. Eine Feder. Ein Flügel. Die Spitze deines Schweifs erblickend beginnt mein Innerstes zu rasen. Ich erhasche dein Antlitz. Ich habe dich gefunden. Ich komme zu dir.

      Freude überkommt mich, als ich zu realisieren beginne, dass du mich entdeckt hast.
      Dein Blick trifft den meinen. Du kommst zurück. Du bewegst dich auf mich zu.


      Ich ziehe dich an mich. Ich kann deine Berührung spüren. Ich halte dich fest umschlossen.
      Ich ziehe dich an mich. Ich kann deine Berührung spüren. Ich halte dich fest umschlossen.

      Dein Geist. Deine Wärme. Deine Liebe. Sie lodert in mir auf. Nimmt mich vollständig ein.
      Dein Geist. Deine Wärme. Deine Liebe. Sie lodert in mir auf. Nimmt mich vollständig ein.

      Es beginnt zu knistern. Du elektrifizierst mich. Eng umschlungen, kreise ich um dich.
      Es beginnt zu knistern. Du elektrifizierst mich. Eng umschlungen, kreise ich um dich.

      Ich verschmelze mit dir. Wir werden eins. Ich breite meinen Flügel aus. Wir fliegen. Gemeinsam.
      Ich verschmelze mit dir. Wir werden eins. Ich breite meinen Flügel aus. Wir fliegen. Gemeinsam.



      Zwei sich sanft umkreisende Kirschblüten gleiten durch Raum und Zeit.








      Epilog.

      Nach einer scheinbar endlos langen Reise kommen wir unserem Ziel immer näher. Unsere einstige Heimat. Unserem Zuhause. Wir haben es erreicht. Wir wissen beide, dass sich unsere Wege nun vorerst trennen müssen. Doch wir wissen ebenfalls, das wir uns wieder begegnen werden.

      Unser Neustart. Er ist unausweichlich. Unsere Hoffnungen, Träume und Wünsche.
      Wir werden sie Wirklichkeit werden lassen.

      Wir gehören zueinander. Es ist unser Schicksal. Kein Wesen, keine Macht, noch nicht einmal der Tot selbst, vermag uns zu trennen oder davon abzuhalten, uns wieder zu vereinen. Wie viel Zeit es auch kosten mag, wir finden einen Weg.


      Im Augenblick ihres letzten gemeinsamen Flügelschlags fällt ihr Blick auf den einen Baum.
      Dies ist der Ort, an dem eine neue Geschichte beginnt...




      Anmerkungen des Autors. Nachwort, oder wie auch immer.

      Ich bin ein großer Fan von Darling in the Franxx. Diese Fanfiction entstand aus tiefsten Emotionen heraus. Ich hoffe sie kann anderen Fans meine Sicht auf das Ende der Serie zeigen.

      Ich möchte den Leuten danken die mich beim entstehen dieses Projektes unterstützt haben.
      Ich danke J-Sky und Prob3er Earworm. Zwei echt tolle Youtube-Musiker deren sound mich beim schreiben unterstützte.
      Dank gilt Setox der mir das schauen von Darling in the Franxx ermöglichte.

      Mein ganz spezieller Dank gilt Zersus Afterwork.

      Durch seinen YouTube Channel bin ich erst auf Darling in the Franxx aufmerksam geworden.
      Ohne ihn hätte ich mir diesen Anime vermutlich niemals angesehen. Er hat bereits zu Beginn an mich und meine Idee geglaubt und mich bei der Umsetzung unterstützt. Dafür danke ich ihm sehr.

      Es gibt auserdem eine englische Version die deutlisch farbenprächtiger ist.
      So sollte es dargestellt werden: imgur.com/gallery/9XhWMcV

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