Das verdammte Herz

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      Das verdammte Herz


      Ich sollte Glücklich sein. Ich habe alles was ich brauche. Ein schönes Zuhause, eine Familie, genügend Geld und ich bin gesund.
      Ich habe treue Freunde und einen guten Job.
      Mein Herz hat aber andere Ziele.

      Meistens verrichtet es seine Arbeit schweigsam und tut seine Pflicht. Es schlägt, wie es soll.
      Pumpt gewissenhaft das Blut durch meine Adern. Verhält sich genügsam.
      Doch dann gerät es immer wieder aus dem Takt. Hat seinen eigenen Kopf.
      Fällt eigenständig Entscheidungen.


      Dein Anblick lässt mich lächeln.
      Unweigerlich durchfährt mich ein Gefühl der Fröhlichkeit,
      sobald ich deine Anwesenheit registriere.
      Für einen kurzen Augenblick übernimmt mein Herz die vollständige Kontrolle über meinen Körper.
      Es beginnt zu hüpfen.
      Lässt meinen Atem stocken.
      Das Pochen wird immer stärker.
      Rasend vor Glück möchte es sich aus meinem Brustkorb befreien um zu dir zu gelangen.
      Es zerrt an mir.
      Schiebt mich voran.
      Treibt mich in deine Arme.

      Aber ich bewege mich keinen Millimeter.
      Wie schockgefroren stehe ich da, unfähig mich zu rühren.

      Ich erlange die Kontrolle zurück.
      Distanziert winke ich dir zu und begrüße dich mit kurzen Worten.

      Dein Duft bereichert meine Sinne.
      Dominiert mein Innerstes, lässt mein Herz erneut den Ton angeben.
      Mein gesamter Körper ist wie elektrisiert.
      Meine Haut prickelt.

      Du suchst das Gespräch mit mir.
      Du wirfst mir immer wieder Sätze zu um eine Konversation zu starten.
      Mehr als ein einfaches „JA“ oder „NEIN“ bekomme ich nicht über die Lippen.
      Du reagierst verwundert und fragst dich sicherlich, ob ich nicht mit dir reden möchte.
      Aber im Rausch meiner Sinne kreisen meine Gedanken um sich selbst.
      Ich bin völlig gelähmt und unfähig vernünftig zu antworten.
      Mein Herz schreit auf:

      Mach was!




      Tu was!




      Rede!

      Ich will es ja auch, doch kann ich es nicht.
      Die Barrieren sind zu groß.
      Der Verstand ist zu mächtig.
      Es wäre ein Fehler! Oder?

      Ich wage es ja nicht einmal dich zu berühren.
      Die Vernunft und der Selbstschutz unterbinden mein Verlangen.
      Ich möchte es.

      Ich möchte deinen Hals streicheln, meine Finger an deine Wangen führen, wo sie nur kurz verweilen,
      um anschließend in deinen Nacken zu gleiten und diesen mit festem Griff zu umschließen.
      Dir näher sein als irgend möglich.

      Deinen Atem auf meinen treffen lassen um ihn letztendlich mit meinen Lippen zu unterbinden.
      Unsere Lippen bilden ein Siegel, das uns auf ewig verbindet.
      Nur einmal.
      Ein einziges Mal nur möchte ich die Vernunft hinter mich lassen und dem Herzen Freiheit gewähren.
      Nur einmal...Ein einziges Mal nur...

      Was wäre dann?
      Würdest du mir ausweichen? Mich fragen, was zum Teufel in mich gefahren sei?
      Oder würdest du dich fallen lassen und den Kuss erwidern?
      Fühlst du genauso?
      Wartest du darauf?

      Was wäre wenn?
      Es ergibt keinen Sinn darüber nachzudenken.
      Und doch habe ich ganze Tage mit dem Grübeln über genau dieser Frage verbracht.
      Würden wir alles hinter uns lassen?
      Ein neues Leben beginnen?

      Es würde nicht lange dauern bis uns die Realität einholen würde.
      Unsere Verpflichtungen würden uns ergreifen.
      Wir könnten ihnen nicht entkommen.
      Es kann einfach nicht gelingen.

      Wie viel Leid würde es verursachen, wenn ich meinem Herzen folgen würde?

      Aus Angst zu erröten, schweift mein Blick nur kurz über dich.
      Wie sollte ich jemals die Kraft dazu haben, meine Träume zu entfalten?
      Wie sollte es mir je gelingen, diese blödsinnigen Hoffnungen wahr werden zu lassen?
      Aber mein Herz bleibt unbelehrbar.
      Es hört mir einfach nicht zu.

      So bin ich dazu verdammt, weiterhin zu leiden.
      Im Verborgenen und leise in mich weinend den Schmerz ertragen.
      Gefangen in einem nicht enden wollenden Kreislauf aus aufkeimender Hoffnung und Resignation.
      Einem Funken der dem Herzen entspringt und sich zu einer Flamme nährt,
      nur um von meiner Vernunft erstickt zu werden.


      Ich ertrage es in dem Glauben, dass dies das Beste für alle sei.

      Seit Jahren schon.
      Verschließe ich mein Herz.
      Bringe es zum Schweigen.
      Zwinge es zum Stillstand.

      Dies scheint aber aussichtslos.
      Wer vermag es schon, sich Selbst zu entkommen?
      Dem Drängen seines Herzens zu entfliehen?
      Seinem eigenen Verlangen?

      Ich versuche es weiterhin.
      Lege mein Herz in Ketten.
      Vergrabe es tief in mir.
      Bis seine Schreie nicht mehr auszumachen sind.

      Bis es eines Tages endgültig schweigt...

      _________________________

      Hallo Leser!

      Auch dieses Mal bitte ich euch um euer Feedback.
      Ich gehe wie immer auf alles ein und freue mich auf einen Austausch.

      Grüße!

      /e/ by hell:
      Beiträge zusammengefügt.
      halte das bitte zukünftig auch so.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von hellalive ()

    • ich bin zwiegespalten.

      zum einen geht es nahe und gerade die Art, wie du hier
      mit dem Text als solchem arbeitest intensiviert die Sache noch.
      Leerzeilen, Schriftgröße. Das sind gute Ideen.

      andererseits erinnert es doch in seiner Aufmachung ein wenig zu sehr an den "Kapitän".
      die kurzen, teils abgehakten Sätze, manchmal nur Fragmente.
      Gedanken halt.

      es ist nicht schlecht, aber ich denke, aus dem Thema wäre mehr herauszuholen gewesen.
      hells torrent rulez:
      Spoiler anzeigen
      1. Es gibt keine toten Torrents. Nur inaktive oder komatöse. :fine:
      2. Jeder meiner Torrents wird mindestens einen Monat on gehalten.
      3. Ist ein Torrent jünger als einen Monat und inaktiv, bin ich wahrscheinlich arbeiten. Oder penn0rn. Selten beides.
      4. Ist ein Torrent inaktiv und älter als einen Monat → 5.
      5. RESEED – WER NICHT FRAGT KANN´S NICHT BEKOMMEN. [/b]
      Schreibt mir ´ne PN oder stellt ´nen Antrag.
      6. Sollte ein Reseed meinerseits nicht möglich sein, erfahrt ihr es von mir.
      7. „Danke!“ zu sagen ist optional. Allerdings wertet es meine Releases auf und freut mich auch persönlich.
      Außerdem kassiert ihr 5Gil.
    • Hallo Hellalive.

      Danke erstmal für das zusammenfügen. Ich werde mich in zukunft danach richten.

      Danke für dein Feedback. Ich habe mehrere Texte in diesem Stil geschrieben, wodurch sie sich in der Aufmachung ähneln.


      hellalive schrieb:


      die kurzen, teils abgehakten Sätze, manchmal nur Fragmente.
      Mir persönlich gefällt das sehr gut, muss jedoch zugeben, dass du nicht der erste bist der sich daran stört oder eben satt gelesen hat.

      Grüße!
    • ich hab noch mal ein wenig zeit verstreichen lassen
      und den einen oder anderen Gedanken diesem Werk gewidmet.
      und so langsam glaube ich zu wissen, was mich wirklich stört.
      es ist normal. es ist so normal, dass es schon fast langweilig ist.
      ich denke jeder, der älter als 20 ist, kennt Gedanken wie genau diese
      und könnte sie genau so niederschreiben.
      ich jedenfalls könnte es.
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