Pokemon World RPG

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    • Pokemon World RPG

      Mir ist gerade diese Story in den Kopf gekommen und ich wusste, dass muss ich schreiben. Ich würde mich über Feedback mehr als nur freuen und hoffe, dass es gefällt ^^
      Eine Bitte hätte ich noch. Hinterlasst mir eure Kritiken/Kommis ^^ Jede Rückmeldung hilft mir, mich zu verbessern :)

      #Edit 13.12.14: Kapitel 2 - Day One hinzugefügt
      #Edit 20.12.14: Kapitel 3 - Diebin hinzugefügt
      #Edit 22.12.14: Kapitel 4 - Flucht hinzugefügt
      #Edit 25.12.14: Kapitel 5 - Team hinzugefügt
      #Edit 27.12.14: Kapitel 6 - Kampf! hinzugefügt
      #Edit 06.01.15: Kapitel 7 - Überanstrengung hinzugefügt
      #Edit 13.01.15: Kapitel 8 - Angst hinzugefügt
      #Edit 17.01.15: Kapitel 9 - Virtuelle Welt hinzugefügt
      #Edit 23.01.15: Kapitel 10 - Innerer Kampf hinzugefügt

      Aktueller Status der Geschichte:
      Pausiert aufgrund von Zeitmangel!

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      Prolog:


      Wir schreiben das Jahr 2032 nach Christus. Die Welt, wie wir Milleniumskinder sie kannten, gibt es nichtmehr. Immer wurde von Klimaschutz bei allen Politiksitzungen gesprochen, aber getan hat keiner etwas. Die Folgen davon sind enorm. Die Alpen, wo ich wohne, hatten früher 4 Jahreszeiten. Den Frühling, wo alles anfing zu blühen und gedeihen. Der Sommer war heiß und meistens strahlend schön. Ideal um Bergwanderungen, Radtouren oder Schwimmrennen zu machen. Mit dem Herbst kam oft kühles, windiges Wetter, die Blätter verfärbten sich in einem langen Zeitraum hinweg. Und der Winter war kalt, schneereich und für viele unerträglich. Doch konnte man dort Skifahren, Ski-Touren gehen und Schneeballschlachten mit Freunden machen.

      Heute sieht das ganze anders aus. Es gibt nur noch Winter und Sommer. Der Winter ist warm und ohne Schnee. Es gibt keine Möglichkeit zum Skifahren mehr und Schneeballschlachten sind auch nichtmehr möglich. Im Sommer regnet es nur noch. Es ist kühl und unmenschlich. Schwimmen geht man nichtmehr ins Schwimmbad, sondern, wenn das eigene Haus unter Wasser steht und man sich retten muss. Anstatt dass die Regierung sinnvolles Sachen macht, mit denen man dem Hochwasser entgegenwirken kann, bauen die nur Hochwasserschutze und vergessen dabei, dass es auch hinter der Schutzwand regnet. Man kann so sagen, das Leben hat sich sehr erschwert in meiner Heimat.

      Trotz all dieser Widrigkeiten, ist es einigen Entwicklern unserer Gegend gelungen, ein neues Technisches Produkt auf den Markt zu bringen. Den RVRC. Das RVRC steht für Real Virtual Reality Computer. Die Entwickler mussten das Gerät so nennen, da es schon andere VR Geräte gibt. Der Unterschied zum RVRC ist, dass man mit dem Gerät, vollständig in eine Virtuelle Welt eintauchen kann. Laut den Entwicklern, soll die Grafik so gut sein, dass alles aussieht, als wenn man ins Freie der realen Welt geht. Das erste Spiel soll bald folgen. Aber mehr dazu später.
      Die Maschine selbst, kann man gerne als Platzverschwender bezeichnen. Aber es geht eben nicht kleiner, wenn man nicht auf die Bequemlichkeiten der Maschine verzichten möchte. In etwa sieht sie so aus wie ein Bett. Nur statt der Matratze hat sie eine gummiartige Füllung, die nachgibt sobald man sich darauf legt. Damit wird eine perfekte und höchst angenehme Liegeposition für den Anwender geschaffen. Beim Start muss man den Deckel schließen, da dort alle Komponenten für Gehirnwellen-Erkennung und Körperscanner eingebaut sind. Körperscanner klingt jetzt etwas extrem, aber es wird nur die Körpergröße, Umfang von Kopf, Brust und Hüfte gemessen. Man könnte auch das eigene Gesicht im Spiel verwenden, aber viele werden sich eine andere Gesichtsform erstellen, da sie nicht erkannt werden möchten. So toll das Gerät ist, es hat zwei Nachteile, wenn man ohne Unterbrechung spielen möchte. Man muss nackt spielen! Jawohl! NACKT! Aus dem Grund, da man auch Ingame auf die Toilette gehen kann und das Gerät es bemerkt, wenn man soweit ist es zu tun und dadurch eine Vorrichtung auffährt, wo das im Real Life ausgelassene Wasser aufgefangen wird. Natürlich könnte man auch mit Klamotten spielen, aber ich glaube, jeder weiß, was das für Folgen hätte. Dementsprechend wichtig ist es auch, dass man das richtige Geschlecht angibt. Da es für jedes Geschlecht eine andere Vorrichtung gibt.
      Der 2. Nachteil ist, wenn man nackt spielt, vor allem als Frau, merkt man nicht, was in der realen Welt geschieht. Selbst wenn dort jemand den Deckel des RVRC öffnet, unterbricht das die Verbindung nicht, da zur „Sicherheit“ im Kopfbereich des Liegebettes ein weiterer Gehirnwellen-Manipulator eingebaut ist, der sich sofort einschaltet, wenn der Deckel um wenige Millimeter gehoben wird. Ergo merkt man davon nichts und mit dem eigenen Körper kann angestellt werden was will, ohne dass man aus der VR-Welt erwacht. Jedenfalls ist der 2. Nachteil einer der Ängste die ich habe, wenn das erste Spiel dafür rauskommt. Denn die meisten Wohnungen sind nichtmehr per normalen Türschloss, sondern mit elektronischen Codes gesichert. Ein Rückschritt in Sachen Sicherheit.
      Der RVRC hat aber auch seine Vorteile. Da wäre der große Trinkbehälter mit 5L Fassungsvermögen. Wenn man Ingame etwas trinkt, aufgrund der Meldung von Dehydrierung oder einfach so, dann wird einem ein Schlauch in den Mund gesteckt und wenn man im Spiel schluckt, schluckt man auch im Real Life. Die Entwickler haben es so gelöst, da sie es für gesünder erachtet haben, als einem Spieler einen Schlauch in den Hals zu stecken.
      Der andere Vorteil ist, man hat überall gratis unbegrenzten High-Speed Internet Zugang. Die Internetanbieter haben zwar gegen diese Funktion geklagt, aber konnten nicht gewinnen.

      Mir fällt gerade auf, ich habe zwar über Wetter und Maschine gesprochen, aber über mich selbst habe ich noch nichts geschrieben.
      Zu meiner Person. Ich bin Arya. Ja ich weiß, blöder Name, aber meine Eltern haben mich so genannt, da ihnen der Name so gut gefiel in einem der Bücher die sie gelesen hatten. Ich bin derzeit 22 Jahre alt, habe dunkelblondes Haar, blaue Augen, kleinere Brüste, bin schlank mit 1,78 Meter Größe und wohne alleine und habe nur 1 Hobby. Computerspiele. Meine Freundinnen schütteln zwar immer den Kopf wenn sie hören, dass ich teilweise 48 Stunden ohne Schlaf spiele, aber ansonsten verstehen wir uns prächtig. Mit Arbeit klappt es überhaupt nicht. Die meisten beginnen erst mit 30 Jahren zu arbeiten, da freie Stellen so knapp sind. Jeder der früher einen Job hat, hat sehr gute Beziehungen oder mehr Glück als Verstand. Deshalb bleibt uns jungen Leuten viel Freizeit und jeder nützt sie anders. Wobei die meisten (alle Jungs/Männer) eben Computerspiele spielen. Frauen sind in der Szene eher selten, aber dennoch vertreten.
      Und all diese Gamer, ich auch, warten schon sehnsüchtig auf das neu erscheinende erste Spiel für den RVRC.

      Pokemon World RPG

      Jeder wird sich nun denken: „Ist Pokemon nicht ein Spiel eines japanischen Spieleherstellers?“ Nun die Antwort ist einfach. Dem Hersteller geht wirtschaftlich sehr schlecht. Und deshalb ging er eine Kooperation mit den Entwicklern der Maschine ein, weil man dadurch erhofft, die eigene wirtschaftliche Lage wieder zu verbessern.

      Das Spiel selbst wird vom Ablauf komplett anders sein, als wie seine vielen Vorgänger. In den Vorgängern gab es nur 1 Ziel. Die Arenaleiter und die Top Vier zu besiegen um Champ zu werden.
      Nicht in diesem Teil. In Pokemon World RPG kann man zwar auch den traditionellen Weg nehmen, aber auch den Bösewichten beitreten oder Pokemon züchten und für gutes Geld an Trainer verkaufen, oder man nimmt mit seinen Pokemon an Wettbewerben teil. Es gibt soviele Dinge die man machen kann, soviele Regionen, Stätde, Orte die man besuchen kann, dass es heißt, es wird einem dort auch nach 2 Jahren ohne Pause spielen, nie langweilig. Man kann dort in einer Gilde/Gruppe durch die Welt streifen oder aber auch alleine. Andere Spieler werden einem nicht angezeigt, wenn man nicht in derselben Gruppe/Gilde, oder in einem der Meeting-Hallen, die in jeder Stadt sind, ist. Was ich wiederum sehr gut finde. Andere finden es nicht gerade toll. Warum finde ich das toll? So kann ich mich an ein stilles Plätzchen zurückziehen und die Ruhe genießen, oder dort trainieren, ohne dass mir ein anderer Spieler dabei in die Quere kommt. Auch ist es für die Privatsphäre sehr förderlich. Man stelle sich vor, man ist irgendwo im Wald, keine Stadt in der Nähe und muss mal auf die Toilette. Hose runterziehen vor tausenden von Spielern? Ne danke! Diejenigen die gegen dieses System sind, sind solche die, eben gern sehen, wieviele Leute sich gerade in ihrem Gebiet aufhalten oder eben solche, die gerne spannen.
      Es ist aber auch möglich, dass man Leute von der eigenen Freundesliste auf „See“ stellen kann, sodass diese einen dann sehen.
      Neben diesen Funktionen gibt es auch eine Housing Funktion. Jeder Spieler kann sich in jeder Stadt ein Haus bzw. eine Wohnung kaufen, wenn er genug Geld hat.
      Wo der Startpunkt für die Spieler ist, wurde noch nicht bekannt gegeben, aber das ist egal. Noch eine Nacht, dann erscheint das Spiel und ich werde mich von der realen Welt für lange Zeit verabschieden.


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      Kapitel 1: Der Start

      Der Wecker klingelte wie jeden Morgen und genau wie jeden Tag, schlug ich auf den Ausschaltknopf. Kaum hatte ich den Knopf gedrückt und mich zurück ins Bett gekuschelt, ging mein zweiter Wecker los. Nur dass dieser nicht neben meinem Bett stand, sondern auf der anderen Seite meines Zimmers. Mürrisch stand ich von meinem Bett auf, schlurfte zu dem schrillenden Ding und beendete den Lärm mit einem kurzen Knopfdrücker.

      Es war 7 Uhr morgens, meine übliche Zeit zum Aufstehen, die Sonne war gerade beim Aufgehen und die Vögel zwitscherten vergnügt. Eigentlich war der Tag viel zu schön, um ihn mit zocken zu vergeuden. Doch war mir das am heutigen Tag völlig schnuppe. Endlich! Nach so langer Zeit des Wartens, kommt das langersehnte erste RVRC Spiel raus.

      Nachdem ich die Wecker für den nächsten Tag abgestellt hatte, holte ich mir meine Klamotten, eine alte Jeans die schon ausgewaschen ist, ein T-Shirt mit Super Mario Motiv und eine schwarze Kaputzenjacke, aus dem Schrank. Es dauerte keine 5 Minuten bis ich mich fertig angezogen hatte und aus meinem Zimmer in die Küche gegangen war. Dort machte ich mir mein Frühstück, 2 Scheiben Mohnstrudel und einen warmer Tee.
      Ich ließ mir Zeit mit dem Frühstück, öffnete die Zeitung auf dem Tablet und las die mir interessanten Themen und Artikel. Ein ganz normaler Morgen. Bis jetzt.

      Kaum war der Zeiger der Küchenuhr auf 7:40 Uhr gesprungen, legte ich die Zeitung zum Altpapier und verließ die Küche in Richtung Eingangstür. Bei der Eingangstür angekommen, zog ich mir meine Sneakers an, öffnete die Tür und machte mich auf den Weg zu meinem Lieblings Gamer Laden. Es dauerte nicht lange bis ich dort war. Und ich musste sogar noch warten, bis geöffnet wurde. Aber ich war nicht die einzige die vor der Tür wartete. Viele andere Gamer warteten ebenfalls und ich konnte mir gut denken weshalb. Alle waren sie wegen dem neuen Pokemon Spiel da. Wie ich die Menschenschlange dort warten sah, war ich heilfroh, dass ich mir das Spiel direkt bei der Ankündigung vorbestellt hatte. Nach gefühlten 5 Stunden warten, obwohl es nur wenige Minuten waren, wurde die Tür zum Laden geöffnet und ich stürmte rein. Drängte mich an vielen Leuten, unter wütendem Protest derer, vorbei und lief direkt zur Theke wo sich schon einige Verkäufer zusammenkauerten unter dem Ansturm der Leute. Ich knallte meinen Vorbestellungsschein auf den Tresen und sagte, dass ich mir mein Spiel holen komme. Ich konnte kaum die Geduld aufbringen, um zu warten, bis mir der Verkäufer das Spiel in die Hand drückte. Glücklich über das Spiel, drängte ich mich wieder hinaus ins Freie und wusste, dass würde das letzte Mal für lange Zeit sein, dass ich den Laden besucht hatte. Beim Weg heimwärts achtete ich kaum auf meine Umgebung, sondern betrachte die Hülle des Spieles und verschlang jedes Wort, dass darauf stand, als wäre es der lebensrettende Tropfen Wasser. Erst als ich mit dem Kopf gegen die Eingangstür meiner Wohnung stieß, wurde ich wieder aus meinen glücklichen Gedanken geholt. Leicht errötet wegen meiner Unachtsamkeit, sperrte ich die Tür auf und ging hinein. Voller Vorfreude stürmte ich, nachdem ich mir die Schuhe abgezogen hatte, in mein Zimmer und schloss die Tür.

      Ich riss die Verpackung vom Spiel, öffnete die Box und gab die Seriennummer, die in der Box lag, bei meinem RVRC ein. Der Download des Spiel startete sofort und würde genauso lange dauern, bis ich mich für alles vorbereitet hatte. Ich ging ins Badezimmer, zog meine Kleidung aus und stieg in die Dusche. Dort drehte ich warmes Wasser auf und duschte mich. Ich war so auf Pokemon World RPG gespannt, dass ich mir viel weniger Zeit nahm für’s duschen als sonst. Kaum war ich aus der Dusche raus, trocknete ich mich mit einem Handtuch in Rekordgeschwindigkeit ab. Das nasse Tuch warf ich in den Wäschekorb und wickelte mich mit einem trockenen Handtuch ein. Kaum hatte ich das erledigt, ging ich zurück in mein Zimmer, sah die grüne Leuchte am RVRC leuchten und wusste, es kann losgehen. So voller Vorfreude ich auch war, die Sicherheit ließ ich nicht aus und verschloss meine Zimmertür, ließ das Rollo beim Fenster herunter und schließlich öffnete ich den Deckel des RVRC. Kaum war der geöffnet, ließ ich das Handtuch, das immer noch um meinen Körper geschlungen war, zu Boden gleiten und legte mich nackt in die Maschine. Als ich auf dem weichen Gel lag und darin versank, hob ich meine Hand und schloss den Deckel. Wie der Deckel zu war, tippte ich auf den Start Button vor meinem Gesicht, legte schnell meine Arme an meine Körperseiten und rauschte plötzlich durch einen farbenfrohen Tunnel. Ich war auf den Weg in die Welt der Pokemon!

      Der Tunnel war in allen Farben die man sich vorstellen kann. Einmal war der Rot und Blau geteilt. An einer anderen Stelle war er mit verschiedenen Mustern durchzogen und zum Schluss wurde es regenbogenfarben und Spiralförmig. Als ich am Ende des Tunnels ankam, landete ich in einem Raum mit einer Steuerkonsole. Dort und das wusste ich beim ersten Blick, konnte ich mein Aussehen festlegen. Da ich von je her faul war, veränderte ich nur die Augenfarbe von Blau auf ein violettes Blau und legte mein Geschlecht auf weiblich fest. Die Gesichtsform und Körperform, die der Scanner des RVRC erfasst hat, ließ ich bleiben. Als ich mit dem Ergebnis zufrieden war, bestätigte ich die Eingabe und alles wurde schwarz um mich herum.
      Die Schwärze dauerte nur wenige Augenblicke lang und dann war ich in einem Raum. Und der Raum sah aus, als wäre ich wirklich gerade dort. Alles sah so realistisch aus. Der Tisch vor mir, konnte nicht virtuell sein. Er hatte Maserungen und kleine Kratzer auf der Oberfläche. Es fiel Licht von hinten in das Zimmer und warf meinen Schatten auf den Boden. Alles war so Real. Ich konnte es kaum begreifen, dass dies wirklich nur ein Spiel war. Dass das hier alles nur aus Daten bestand.

      Nach ein paar Minuten des Staunens, fiel mir wieder ein, warum ich hierher gekommen war. Ich wollte die Welt der Pokemon erkunden. Nur hatte ich in meinem Eifer komplett vergessen die Anleitung zu lesen. Was sollte ich nur tun? Aus Verzweiflung fuchtelte ich mit meinen Händen, in der Hoffnung das Menü Fenster zu öffnen, aber ohne Erfolg. Dann fiel mein Blick auf eine Notiz an der Wand und ich schämte mich. Ich hätte nur zuerst dort drauf schauen sollen, anstatt mich zum Narren zu machen. Auf der Notiz stand genau was zu tun war. Man musste mittels Sprachbefehl das Menü öffnen. Von dort aus, war es ein leichtes, alles mit der Hand zu steuern. Kaum hatte ich ein paar Einstellungen geändert, ging ich in Richtung Treppe und von dort aus einen Stock tiefer. Kaum hatte ich das Ende der Stiege erreicht, rannte mir meine NPC-Mutter schon entgegen und sagte:
      „Prof. Eich hat dich schon gesucht! Du solltest ihn in seinem Labor treffen.“
      Nachdem sie das gesagt hatte, ging sie zurück in die Küche und ich konnte mich wieder frei bewegen. Also ging ich zur Tür, öffnete diese und trat hinaus in die wunderbare Welt der Pokemon.


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      Kapitel 2: Day One

      Ich trat hinaus, durch die Tür und ein Anblick der besonderen Art erwartete mich. Ich sah mehrere Häuser in westlichen Stil. Sie sahen aus, als könnten sie direkt aus meiner Gegend sein. Der Grundriss ist Rechteckig, ein größerer Garten mit allen erdenklichen Blumen und Pflanzen und ein Schindel gedecktes Dach, auf dem 2. Stock.

      Als nächstes erschien in meinem Sichtfeld, der Name der Region und Stadt, in der ich mich befand. Ich war in Kanto. Genauer gesagt, in Alabastia. Dies weckte nostalgische Erinnerungen wach. Das erste Spiel was ich je gespielt hatte, wurde mir von meinem Vater gegeben. Er meinte, er spielte es in seiner Kindheit und konnte nichtmehr damit aufhören. Zuerst, als ich die Grafik sah, wollte ich es schon weglegen, aber dann hat mich die Rote Edition von Pokemon doch in den Bann gezogen. Deshalb freute es mich sehr, dass ich wieder hier beginnen durfte.

      Dann erblickte ich etwas, was mich sehr irritierte. Ganz Alabastia wimmelte von Spielern. Alle Wege wurden von den anderen Spielern blockiert. Es erinnerte mich an den morgendlichen Stau in der realen Welt. Jeder wollte sofort ins Labor von Prof. Eich und keiner kam mehr rein und raus, weil alles so verstopft war. Alle drängten, schrien und teilweise rauften sich, nur um schneller voran zu kommen.

      Es wunderte mich nur, dass ich diese ganzen Gamer sehen konnte. Ich hatte in den Einstellungen die Sichtbarkeit auf „off“ gestellt. Ich öffnete das Menü. Ging in die Einstellungen und scrollte zur Sichtbarkeits Option. Dort stand deutlich, „off“. Ich verstand die Welt nichtmehr. „Wieso kann ich trotzdem alle anderen sehen?“ Es wollte mir nicht in den Kopf gehen. Die einzige Möglichkeit die mir einfiel, konnte in Frage kommen. Den Entwicklern ist ein Fehler unterlaufen. Das ganze musste ein Bug sein. Kaum ließ ich den Gedanken durch meinen Kopf gehen, wusste ich, dass es so sein muss.

      Kopfschüttelnd drängte ich mich in die Masse. Ich wurde geschubst, gestoßen und immer wieder zur Seite gedrängt. Ein paar der Spieler versuchten auf Dächer zu klettern, um dort von Dach zu Dach zu springen. Nur vergaßen viele, dass auch hier genauso viel Kraft gebraucht wurde, wie in der echten Welt. Daher fielen alle direkt wieder runter in die Menge der Leute. Dies konnte man als Grund sehen, weshalb Raufereien stattfanden. Der Lärm der Menge war ohrenbetäubend und ich hoffte stark, dass die Entwickler den Bug bald beheben würden. Da lernte man die Ruhe und Einsamkeit zu schätzen. Bis ich endlich beim Labor des Professors angekommen war, waren ganze 3 Stunden vergangen. 3 Stunden des echten Lebens. Ich konnte es nicht glauben. Wenn das so weiterginge, würde ich in 40 Jahren noch spielen.

      Was mir auffiel, viele Spieler gingen rein und nur wenige kamen raus. Viele stellten sich die Frage, was wohl in dem Labor passiert. Als ich am Eingang zum Labor stand, drehte ich mich um. Das Gedränge war noch schlimmer geworden. Inzwischen erleichterten sich Spieler auch schon. Überall sah man hochgezogene Röcke und runtergelassene Hosen. Vielen war es peinlich das zu tun, aber besser als sich in die Hose bzw. den Rock zu machen. Ein wirklich schlechter Start, dachte ich mir und drängte mich durch den Eingang in das Labor.

      Kaum hatte ich die Türschwelle überschritten, konnte ich keinen anderen Spieler mehr sehen.
      „Seltsam“, dachte ich mir und ging weiter. Am Ende des Labors sah ich Prof. Eich stehen. Er sah viel älter aus, als in den früheren Spielen. Obwohl ich noch einige Meter entfernt war, konnte ich sein typisches Lächeln sehen. Ich rechnete damit, dass er mich gleich fragen würde, welches Pokemon ich wähle. Doch wurde ich eines besseren belehrt.

      „Schön dich zu sehen, Arya!“ , war seine Begrüßung. „Du bist nun Teil der Pokemon Welt. Sag‘ mir, was würdest du gerne tun?“.
      Wie er zu Ende gesprochen hatte, erschien vor mir ein Feld mit Antworten. Auch war ein Hinweis darauf, dass man die Antwort sprechen musste. Ich brauchte nicht stumm zu sein und mit der Hand die Eingaben machen. Das gefiel mir.
      Nur für was sollte ich mich entscheiden? Die Liste mit Antworten war sehr lang. Sicher über 100 verschiedene Möglichkeiten. Vom Anglerberuf bis zum Züchter war alles dabei. Selbst das Bösewichten-Team konnte man sich aussuchen. Ich war hin- und hergerissen zwischen Team Rocket, Wettbewerbe und Champ. Sobald man auf eine der Auswahlmöglichkeiten gedrückt hatte, bekam man Informationen dazu. Bei Team Rocket würde man ganz unten anfangen und mit der Zeit zum Boss aufsteigen. Für Wettbewerbe musste man seine Pokemon richtig ausbilden, konnte aber Schnellreisen im Menü auswählen. Und die Champ Möglichkeit muss ich wohl nicht extra erklären. Man trainiert seine Pokemon und versucht der stärkste Trainer der Welt zu werden.
      Nach geschlagenen 10 Minuten überlegen, wo ich sehr oft, sehr schnell meine Meinung geändert hatte, wählte ich die Team Rocket Möglichkeit. Ich sagte: „Team Rocket“ und sah fasziniert zu, wie sich der Gesichtsausdruck von Prof. Eich veränderte.
      „Bist du dir sicher, dass du dich dem Bösen verschreiben möchtest?“, fragte er mit düsterer Stimme und mir lief dabei ein Schauer über den Rücken.
      Ich brachte nur noch ein „Ja“ raus.
      „Dann soll es so sein“, war seine Antwort.
      Ich hatte die Antwort noch nicht mal zu Hälfte gehört, als alles um mich herum wieder schwarz wurde. Was würde mich nun erwarten?


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      Kapitel 3: Diebin

      Dieses Mal dauerte es sehr lange, bis die Schwärze verschwand.
      „Muss wohl daran liegen, dass die Server überlastet sind“, kam mir der Gedanke.
      Nach einer gefühlten Ewigkeit, die ich ungeduldig ertragen musste, ging die Ladephase zu Ende und ich stand in einem dunklen Raum. Nur vor mir waren zwei Kronleuchter erleuchtet. Diese spendeten wenig Licht. Nur soviel, dass man sehen konnte, dass dort am Ende des Raumes jemand war. Wie der Mensch oder NPC aussah, konnte nicht erkannt werden.
      Ich wollte mich bewegen, doch meine Füße machten keine Bewegung. Also musste noch ein Event stattfinden. Einen Moment später wurde meine Vermutung auch schon bestätigt, als das Wesen vor mir anfing zu sprechen.
      „Willkommen bei Team Rocket.“
      Seine Stimme war so dunkel und doch anziehend. Ich kann sie nicht besser beschreiben, man musste sie einfach selbst gehört haben.
      „Dein erstet Auftrag lautet: Stehle Pokemon von Trainern.“
      „Das ist doch easy“ , dachte ich mir und bemerkte, dass in meinem Sichtfeld ein Fenster erschien.
      Dort stand: „Stehle 10 Pokemon für beenden der Quest. Belohnung: ???“
      „Häähhh??? Wieso steht bei Belohnung ??? ?“, entfuhr es mir. Doch bekam keine Antwort. Es ertönte nur erneut die Stimme des Gegenübers.
      „Akzeptierst du?“
      „Ich kann die Hauptquest ablehnen?“ War mein erster Gedanke. „Ist das auch wieder ein Bug?“ , war mein zweiter Gedanke.
      Nun was sollte ich tun. Nach langem hin und her, entschied ich mich für das annehmen.
      „Hoffentlich bist du besser als die Versagerinnen vor dir.“ , war die Antwort und ein NPC erschien neben mir. Er wollte mich also vor die Tür führen. Ich folgte ihm und es dauerte nicht lange, bis wir bei der Tür ankamen und der NPC mir diese öffnete. Ich trat hinaus und fand mich in Vertania City wieder.

      Ich blickte auf die Uhranzeige in meinem Blickfeld und stellte fest, dass es inzwischen nach Mittag war. Doch Hunger verspürte ich keinen. Bei dem Gedanken Hunger fiel mir was ein, was dem RVRC fehlte. Eine Funktion, um den Spieler zu ernähren. Man musste sich also doch immer wieder, für längere Zeit, ausloggen.
      „Das ist ja ganz Toll!“ , dachte ich mir, verärgert über die Entwickler Firma. „Alles wird eingebaut, nur so etwas Wichtiges wird vergessen!“
      Vor lauter Ärger, trat ich nach einem Kieselstein am Boden. Der Stein flog ein paar Meter, bis er wieder am Boden lag. Ich wollte gerade den nächsten Kieselstein treten, als mir ein weiteres Problem auffiel. Wie soll ich den Pokemon von Trainern stehlen? Das wurde nicht erklärt.
      „Die Scheiß Entwickler!!“ , schrie ich nun mit voller Lautstärke. Ich musste mir irgendwie den Frust von der Seele lassen. Die Freude auf das Spiel war verschwunden. Inzwischen wollte ich schon aufhören und warten, bis die Entwickler einen Patch rausbrachten. Einen Patch, der diese Dinge beheben würde.

      Das Menü öffnete sich auf meinen Befehl, der Logout Button konnte nicht übersehen werden. Ich drückte darauf. Es kam eine Meldung. „Logout nicht möglich! Bitte beenden Sie zuerst alle offenen Quests.“ Mir gefror das Blut in den Adern. Das konnte doch nicht sein. Das wäre doch die Höhe! Es gab zwar einen Anime namens SAO, wo auch alle Spieler in der VR gefangen wurden, aber ich hätte nicht gedacht, dass dies Wirklichkeit werden könnte.

      Der Wind pfiff um meine Ohren. Ich schaute mich um und sah viele Spieler um mich herum.
      „Wissen sie, dass sie gefangen sind?“, schoss es mir durch den Kopf. „Aber sind wir wirklich hier eingesperrt? Ich muss ja nur meine offene Quest beenden, dann kann ich mich sicher ausloggen.“
      Mit dem Gedanken im Kopf, ging ich von der Arena, wo auch das Versteck von Team Rocket ist, in Vertania zum Pokemon Center. Dort würde ich bestimmt einem Trainer, den Pokeball und damit das Pokemon, mopsen können. Die Straßen waren auch hier sehr gefüllt, auch wenn nicht so voll, wie in Alabastia. Man kam immer noch gut voran. Es dauerte nicht lange, bis ich das Pokemon Center erreichte. Ich ging durch die Eingangstür und wurde direkt zu Boden gedrückt. „Was zum Henker ist hier los?“, fragte ich mich. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Von über mir kam eine Stimme: „Diebe sind Verbrecher. Und Verbrecher landen im Knast. Hiermit verhafte ich dich, als Officer Rokie.“
      „Das soll jetzt wohl ein Witz sein!“ , schrie ich. Meine Versuche, um mich zu treten, waren ohne Erfolg.
      Und wieder einmal wurde es schwarz um mich herum.

      Als die Schwärze erneut verschwand, fand ich mich in einer Zelle wieder. In der linken Ecke lag ein Schlafsack auf dem Boden. Daneben war ein Klo und auf der anderen Seite ein kleines Waschbecken. Eine Wand war leer und auf der anderen waren Gitterstäbe. Man hatte mich tatsächlich in den Bau gesteckt. Am liebsten hätte ich geflucht, doch konnte ich mich gerade noch zurückhalten. Es dauerte auch nicht lange, als eine Gefängniswächterin an meiner Zelle vorbeischritt. Ich rief ihr zu: „Wie lange habe ich hier zu sitzen?“
      Sie drehte sich um, kam zu mir und sah mich an. Etwas war anders an ihr. Ein Blick auf eine Stelle über ihren Kopf verriet es mir. Sie war eine Gamerin, genau wie ich.
      Sie öffnete den Mund und sprach: „Na du diebisches Weib, wie gefällt es dir hier? Merkst du jetzt, dass du die falsche Wahl getroffen hast?“
      Die Wächterin lachte nochmal kalt und ging weiter.
      „Ich hasse diese Bitch!!“, schoss mir es mir durch den Kopf. Wäre ich aus der Zelle gekommen, dann hätte sich das Flittchen warm anziehen können.
      „Ja! Lauf nur davon!“, schrie ich ihr hinterher.
      Dann setzte ich mich auf den Boden. Ich würde hier sitzen bleiben, bis man mich rausließe. Von Zeit zu Zeit kam die blöde Kuh vorbei, nur um mir ihr dummes Grinsen zu zeigen. In den Abständen ihrer Besuche überlegte ich fieberhaft, wie ich wieder aus dem Spiel rauskommen konnte. Ob es noch andere Wege gab, als den Logout Button. Es wollte mir keiner einfallen. Irgendwann kam dann ein NPC vorbei. Er hatte die gleiche Uniform, wie die Wächter/innen des Gefängnisses. Vor meiner Zelle blieb er stehen und öffnete den Mund.
      „Deine Haft ist zu Ende. Und nun verschwinde!“
      „Nichts lieber als das“, dachte ich mir und erfuhr wieder einmal, die mir inzwischen bekannte Schwärze. „Wo würde ich dieses Mal wohl erscheinen?“


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      Kapitel 4: Flucht


      Die Dunkelheit wich dem schwachen Licht, dass mir mir gut bekannt war. Ich sah wieder die Gestalt am Ende des Raumes. Nur dass sie dieses Mal stand und ich einen kleinen Teil des Gesichtes sehen konnte. Beim Anblick des Gesichtes, fror mir das Blut in den Adern. Das Gesicht war zornerfüllt. Dies zu sehen, dauerte nur wenige Sekundenbruchteile und dennoch begann sich schon sein Mund in Bewegung zu setzen.
      „Du bist genauso eine Versagerin wie alle anderen! Du bist dem Team Rocket nicht würdig! Gehe! Du bist hier nicht länger erwünscht!“, knurrte er. Es war ein Knurren, dass selbst einem Hundemon Angst eingejagt hätte.

      Es wurde erneut dunkel um mich herum und die Dunkelheit schien mich zu erdrücken. Sie erdrückte mein Selbstbewusstsein. Ich hatte versagt. Versagt bei der ersten Quest. Das war mir noch nie passiert. Meine Stimmung sank ins bodenlose. Nur ein Funken Hoffnung blieb mir. Ich könnte dadurch den Logout Button drücken. Und sobald ich raus kam aus dem Spiel, würde es in der Ecke landen. Ich wollte das Spiel nichtmehr sehen. Die Freude, die am Anfang herrschte, gab es nichtmehr.
      Ich hatte versagt.

      So gingen meine Gedanken, als endlich die Schwärze wich und ich erneut in Prof. Eichs Labor stand. Kaum hatte ich dort Gestalt angenommen, erschien ein neues Fenster in meinem Blickfeld.
      „Sie haben die Quest nicht bestanden!“, stand da. Und ich dachte mir nur noch: „Vielen Dank auch, dass ihr mir das unter die Nase reibt!“
      Aber es war nicht das einzige, dass angezeigt wurde. Unter der Nachricht, waren gewisse Parameter zu sehen. Dort wurde z.B.: angzeigt, wieviel Erfahrung man im Pokemon fangen hat uvm. Die meisten Werte bei mir, hatten eine null stehen. Nur manche wiesen eine Veränderung auf. Der Diebstahl Skill verringerte sich auf -15. Beim polizeilichen Bekanntheitsgrad hingegen, konnte man ein deutliches Plus sehen. Am meisten ärgerte mich nicht diese kleine Veränderungen. Nein, was mich ärgerte, konnte man nur als Frechheit bezeichnen. Mein Geldbetrag von 3000 Pokedollern, wurde komplett abgezogen. Ich spielte das Spiel keinen Tag lang und war schon pleite! Ohne Pokemon, ohne Geld in einer virtuellen Welt eingesperrt.

      Innerlich fluchend, wollte ich das Menü aufrufen, kam aber nicht dazu. Denn es erschien erneut ein Textfeld vor meinen Augen.
      „Du hast deine Berufswahl nicht geschafft. Ruhe dich einen Tag aus, bevor du einen neuen Versuch startest.“
      „Perfekt!“, dachte ich mir freudig. Ihr werdet mich niemehr in diesem Spiel sehen.
      Ich rief das Menü auf, drückte auf den Logout Button und wartete gespannt ab. Doch nichts geschah. Wieso wurde ich nicht ausgeloggt? Es kam auch keine Meldung weshalb. Ich wurde immer gereizter. Hämmerte auf den Logout Button, aber es wollte einfach nichts geschehen.
      „Himmel, Arsch und Zwirn!“, entrang sich ein Fluch meiner Kehle.
      Als hätte jemand auf meinen Wutausbruch gewartet, erschien im Menü ein Symbol. Eine PN.
      „Wer wagt es mich gerade zu stören?“, dachte ich mir gereizt und öffnete die Nachricht.

      „Die Logout Funktion wurde vorrübergehen deaktiviert. Wir bedauern das sehr und wünschen dennoch einen schönen Aufenthalt in der Welt der Pokemon. Die System-Administration“.
      „DAS SOLL JETZT WOHL EIN SCHERZ SEIN!!!“, schrie ich.
      Ich rannte zum nächstbesten Gegenstand und wollte ihn durch die Luft werfen. Nur war alles wie angeklebt. Vor lauter Frust lief ich aus dem Labor.

      Ich lief, lief durch die Eingangstür hinaus ins Freie. Auch jetzt waren noch andere Spieler dort. Nichtmehr soviele wie am Anfang, aber dennoch mehr als genug. Ich achtete nicht auf sie. Sondern rannte weiter. Raus aus der Stadt. Ich gelangte auf Route 1. Dort angekommen, musste ich stehen bleiben und nach Luft schnappen. Selbst in der VR kam die Ausdauer zum Einsatz. Ich ließ mich zu Boden sinken. Mein Atem ging stoßweise.
      „Ich hätte mal meine Ausdauer trainieren sollen.“, kam mir der Gedanke.
      Ein wenig beschämt über mich, stahl sich ein Lächeln auf meine Lippen.
      „Wieso lächle ich gerade? Freue ich mich etwa?“, dachte ich erschrocken.
      Doch ich konnte meine Gefühle nicht näher ergründen, da ein Trainer zu mir kam.
      Er stellte sich vor mich hin und fragte, ob er mir helfen könne.
      „Soll ich seine Hilfe annehmen? Oder soll ich ihm sagen, dass ich mich nur ausraste?“, überlegte ich.
      Nach kurzem Zögern, bat ich ihn, mir zu helfen. Ich erklärte ihm meine Situation, verschwieg aber den Teil mit Team Rocket. Ich wollte nicht, dass er mich für einen schlechten Menschen hielt. Er lächelte mich freundlich an und fragte, womit er mir helfen könne.
      „Ich bräuchte ein Pokemon, oder zumindest einen Pokeball, um mir ein Pokemon zu fangen.“, antwortete ich sofort. Ich hoffte stark, dass das nicht zuviel verlangt war.
      An seinem Lächeln im Gesicht sah ich, dass er mir helfen würde. Trotz des ersten Widerwillens, freute es mich jetzt, dass ich sein Angebot angenommen hatte.
      „Hier. Nimm diese 3 Bälle von mir.“, sagte er und reichte mir die Pokebälle.
      Ich nahm die Bälle aus seiner Hand. Kaum dass ich sie berührt hatte, verschwanden sie in meinem Inventar.
      „Ich schwäche das Pokemon, dass du fangen möchtest. Dann solltest du keine Probleme haben.“, sagte der mir unbekannte Trainer.
      Als Antwort, gab ich ihm ein Nicken und stand vom Boden auf. Er ging mir vorraus in die Wildnis von Route 1. Ich folgte ihm ins Ungewisse.


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      Kapitel 5: Team

      Nach einem kurzen Marsch auf Route 1, blieb der, mir noch immer unbekannte, Trainer stehen. Ich konnte hier sonst niemanden sehen. Auch kein Pokemon kam in Sicht. Mein Gefühl sagte mir, dass gleich etwas Schlimmes passieren würde. Jede Sekunde die verstrich, verstärkte das Gefühl in mir. Ich wollte schon wegrennen, als ich bemerkte, dass dies nicht möglich ist.
      „Was geht hier vor?“, rief ich dem Trainer zu.
      „Weiß selber nicht.“, kam die Antwort in nachdenklichen Ton. „Vielleicht haben wir ein Event ausgelöst oder so.“, sprach er weiter und sah sich um.
      Doch es wollte nichts geschehen. Wir blieben einfach an der Stelle angewurzelt. Keiner von uns konnte die Füße bewegen.

      Während wir also festgewurzelt auf dem Boden dastanden, konnte ich unsere Umgebung ein wenig näher in Augenschein nehmen. Route 1 sah einem Park sehr ähnlich. Sie erstreckte sich eben und mit kleinen Gewässern vor uns. Vereinzelt waren Bäume, mit ausladenden Kronen, aus dem Boden gewachsen. An den Gewässern konnte man Rattfratze erkennen. Und in den Bäumen hörte man das leise Tschirpen der Taubsis.
      Doch was uns an der Stelle festhielt, konnte ich nicht ausmachen.

      „Hast du überhaupt ein Pokemon?“, kam die pötzliche Frage vom Trainer und er drehte den Kopf zu mir.
      „Habe ich dir nicht erzählt, dass ich kein Pokemon habe?“, fragte ich zurück und sah im in die Augen.
      „Verdammt!!“, rief er wütend aus. „Ohne Pokemon kommt man hier nicht weiter! Deshalb stecken wir hier fest!“, wütete er weiter.
      „Aber wieso steckst du dann auch fest?“, fragte ich entschuldigend.
      „Schon vergessen? Ich bot dir meine Hilfe an, die du angenommen hast. Damit wurden wir als Team registriert. Und deshalb stecke ich auch hier fest!“, wurde meine Frage lautstark beantwortet.
      „Können wir nicht einfach zurückgehen?“, war meine nächste Frage.
      „Nö! Können wir nicht!“, war seine postwendende Antwort. „Wir können nur noch hoffen, dass irgendwann, irgendein Spieler vorbeikommt und uns befreit.“
      „Wie soll ein anderer Spieler uns befreien können?“
      „Indem er dir ein Pokemon schenkt. Was heißt, wir könnten hier für Ewigkeiten stehen! Selbst wenn wir uns ausloggen und wieder einloggen, würden wir hier feststecken!“
      „Ich will es ja nicht sagen, aber ausloggen ist nicht möglich.“, sagte ich leise, um ihn nicht noch wütender zu machen.

      Er sah mich mit großen Augen an. Es schien, als hätte es ihm die Sprache verschlagen. Nach einigen Sekunden, in denen er versuchte zu sprechen, kam endlich ein Ton über seine Lippen.
      „ÄHHHH???“, war sein erster Ton. Dann aber kam ihm die Sprache wieder in den Sinn. „Was soll das heißen, wir können uns nicht ausloggen?“, fragte er immer noch irritiert von meiner Meldung.
      „Ich bekam eine PN der Administration, dass das ausloggen derzeit deaktiviert ist.“
      „FUCK!!!!“, schrie er. Er schlug mit den Fäusten um sich. Ich hatte selten jemand so ausflippen sehen. In dem Moment war ich froh, dass keiner von uns beiden sich bewegen konnte. Sonst hätte er mir sicher eine verpasst. Egal ob ich ein Mädchen war oder nicht.
      „Beruhige dich.“, sagte ich zu ihm. „Wir werden schon einen Weg finden, um uns von hier zu befreien.“
      „Na dann! Viel Glück beim finden!“, schrie er mir entgegen. Er hatte sich kein Stück beruhigt. Er wurde eher mit jeder Sekunde noch wütender. Sein Gesicht hatte schon eine ganz dunkelrote Verfärbung.
      „Oweh.“, dachte ich mir nur.
      Dann fiel mir etwas ein, was man als Kind schon lernt.
      „HIIILLLFFFFEEEEE!!!!“ , fing ich an zu schreien.
      „Was machst du jetzt schon wieder?“, kam direkt die Frage von neben mir.
      „Ich finde einen Weg, um uns von hier zu befreien.“, gab ich zurück.
      Zuerst war er perplex über meine Antwort. Doch dann gewann seine Wut wieder die Oberhand. Und er fing noch wilder zu toben an, als zuvor.

      Nachdem ich ein paar Mal um Hilfe geschrien hatte, kam tatsächlich ein Spieler vorbei. Besser gesagt, es war eine Spielerin. Sie war schön wie eine Göttin.
      „Das ist sicher ein selbst erstellter Avatar. Solch Schönheit gibst im Real Life nicht.“, war mein erster Gedanke, als ich sie sah.
      „Kann ich euch helfen?“, fragte sie freundlich und sah von mir zum Trainer neben mir.
      „Wenn du mir ein Pokemon schenken könntest, dann könntest du uns helfen.“, sagte ich zu ihr.
      „Wieso sollte ich jemand wildfremden, ein Pokemon von mir geben?“, kam die logische Frage. Und so erzählte ich ihr von unserer Misslichen Lage.

      „Ohne Pokemon rauszugehen ist ganz schön blöd. Das lernt man ja eigentlich bei jedem Pokemon Spiel am Anfang. Aber ich will euch helfen. Hier nimm dieses Taubsi. Ich habe inzwischen ein besseres fangen können.“, sprach sie, nachdem sie von unserer Lage gehört hatte.
      „Vielen vielen Dank!“, sagte ich und verbeugte mich vor ihr. „Wie kann ich das wieder gut machen?“
      „Gehe mit mir auf Reisen. Ich suche noch jemanden, der mir Gesellschaft leistet. Alleine in der Wildnis ist es öde. Da wünscht man sich immer jemanden, mit dem man reden kann. Und vor allem, ein Mädchen ganz alleine ist leichte Beute für Spanner Typen.“
      „Wenn das dein Wunsch ist, dann werde ich mit dir mitkommen. Vielleicht können wir auch Freundinnen werden, wenn wir uns näher kennen lernen.“, antworte ich ihr mit einem Lächeln.
      Sie strahlte über das ganze Gesicht und wandte sich dann an meinen Begleiter.
      „Für Männer habe ich leider nichts übrig. Würdest du bitte, die Party mit ihr auflösen?“, sagte sie zu ihm.
      „Ich hätte das Team sowieso aufgelöst. Mit ihr hatte ich genug Schwierigkeiten.“, antwortete er.

      Sie nickte zur Bestätigung und überreichte mir einen Pokeball, mit einem Taubsi drinnen. Ich nahm den Ball entgegen und er wurde mir ins Inventar gelegt. Kaum hatte ich den Ball bekommen, konnte ich auch meine Füße wieder bewegen. Und nicht nur ich, sondern auch der Trainer konnte sich wieder rühren. Es dauerte nicht lange und er hatte unsere Party aufgelöst. Nachdem er das getan hatte, drehte er sich ohne Wort um und lief davon. Nicht einmal ein Ciao oder so. Nein, er lief einfach weg.

      Mir entkam ein leichter Seufzer und die Spielerin neben mir, sah mich fragend an.
      „Nichts. Es ist nichts. Ich bin nur erleichtert, dass ich nicht für immer und ewig hier rumstehen muss.“ , antwortete ich auf ihren fragenden Blick.
      „Na dann!“, rief sie freudestrahlend aus und sah mich mit funkelnden Augen an.
      „Wenn das ein Junge wäre, ich würde ihm glatt eine verpassen. Ich hasse es, wenn man mich so ansieht.“, ging es mir durch den Kopf. Ich wollte ihr gerade sagen, dass sie mich nicht so ansehen soll, als sie begann etwas zu sagen.
      „Übrigens. Ich heiße Karen. Freut mich, dich kennenzulernen.“ Während sie das sagte, streckte sie mir ihre Hand entgegen.
      Ein wenig zögernd, nahm ich ihre Hand und stellte mich als Arya vor. Und irgendwie musste ich dabei auch lächeln. Karen steckte mich mit ihrer Freude an.

      „Dann lass uns ein Team bilden.“, sagte sie mit fröhlicher Stimme.
      „Aber sicher!“, antwortete ich ihr mit einer ebenso fröhlichen Stimme.
      Karen tippte im Menü herum und fragte plötzlich, welchen Namen wir für unser Team nehmen sollen. Wir überlegten lange, aber irgendwie wollte uns kein Name richtig gefallen. Manche waren direkt zu vergessen gewesen wie: „Frauenpower“ oder „Niedliche Mädchen“. Andere hätten so einen Reiz gehabt, aber waren uns dann doch unpassend vorgekommen. Zum Schluss einigten wir uns auf den Namen „Elfenkriegerinnen“.
      Als wir den Namen hatten, tippte Karen ihn ein und über unseren Namen erschien das Zeichen für Gruppe und der Name daneben. Es sah so aus:
      „Gruppenzeichen – Elfenkriegerinnen
      Arya“

      Mit einem wilden Schrei, stürmten wir die 1. Route entlang.


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      Kapitel 6: Kampf!

      Die 1. Route war so lebendig, wie ich es im Stillstand gesehen hatte. Überall blühten Blumen in allen Farben. Das Gras reichte kaum über die Knöchel meiner Füße. Und es duftete einfach himmlisch. Irgendwie vergaß ich ganz meinen vorherigen Ärger über das Spiel. Und daran war nicht nur die Umgebung Schuld. Nein. Karen leistete auch ihren Beitrag. Sie strahlte über alles und redete wie ein Wasserfall. Ich brauchte gar nichts zu sagen. Nur hin und wieder nickte ich kurz oder antwortete mit einsilbigen Antworten. Doch, egal wie lange wie gingen, wir kamen nie in Sichtweite von Vertania City. Das kam mir sehr seltsam vor. Deshalb fragte ich Karen, ob das nicht komisch war. Sie schaute mich fragend an und antwortete mir mit einer Gegenfrage.

      „Wusstest du nicht, dass es von Alabastia nach Vertania mehr als 24 Stunden Weglänge ist?“
      „Über 24 Stunden!!“, rief ich erschrocken aus. „Aber woher weißt du das? Du kannst noch gar nicht dort gewesen sein. Das Spiel ist noch nicht so lange im Umlauf!“
      „Aber das steht doch im Handbuch, das jeder von Prof. Eich, mit den Pokebällen, erhalten hat.“, antwortete sie mir ein wenig besorgt über meine Frage.
      „Ich habe weder Handbuch, noch Pokebälle bekommen. Ich wurde direkt nach meiner Berufswahl, zu Vertania teleportiert.“, gab ich zurück.
      „Hmmm.“, war ihre Antwort. Es vergingen einige Sekunden, in denen wir schweigend voranschritten, bis sie erneut zu sprechen begann.
      „Aber wie bist du dann wieder am Anfang von Route 1 gelandet?“, fragte Karen und schaute zu mir herüber.
      „Ich habe die 1. Quest für meinen Beruf vermasselt. Daraufhin wurde ich zurück ins Labor von Prof. Eich teleportiert. Derzeit bin ich ohne Beruf unterwegs.“

      Die Details, weshalb meine Quest fehlschlug und welchen Beruf ich gewählt hatte, erzählte ich nicht. Und trotzdem schaute mich Karen schockiert an. In mir wuchs die Wut erneut. Und ich sagte zornig: „Was denn? Noch nie davon gehört, dass man die 1. Quest verbocken kann? Nun ja, es gibt eben auch Leute, die so etwas schaffen!“, schrie ich in meiner Wut und beschleunigte meine Schritte.
      Ich sah nicht, wie sich ihr Gesicht verhärtete und sie die Fäuste ballte. Karen beschleunigte ebenfalls ihre Schritte und griff sich mein T-Shirt am Rücken. Ich drehte mich um und funkelte sie an. Sie funkelte mich ebenfalls an.

      „Was denn!“, schrie ich ihr entgegen.
      „Wieso zum Geier, bist du gerade so wütend auf mich?“, fragte Karen leicht erhitzt. „Was habe ich dir getan? Und wieso denkst du, ich würde mich über dich lustig machen, weil du die 1. Quest nicht geschafft hast?“
      „Kaum dass ich das mit der Quest erzählt hatte, hast du mich mit einem Blick angesehen, der soviel bedeute wie, OMG!! Wie kann man nur die 1. Quest verbocken!“, rief ich.
      Karen sah mich irritiert an und fing an zu stottern. „Ab-Aber...“
      „Ja, was aber?“, gab ich zornig zurück.
      „Aber, ich habe doch nie an so etwas gedacht.“, sagte Karen leise. „Ich dachte mir nur, wie kann man ohne Beruf aufbrechen. Was für einen Sinn hat das Spiel dann?“
      „Ich höre eh auf zu spielen, sobald der Logout wieder möglich ist. Und da man dafür keine offene Quest haben darf, ist es für mich das beste, ohne Beruf zu spielen.“, sagte ich und ging weiter.

      Es dauerte keine 10 Schritte, als ich hinter mir Karens Stimme vernahm.
      „Wenn du es so willst, dann fordere ich dich eben zu einem Pokemon Kampf heraus!“
      Ich drehte mich kurz um, streckte ihr die Zunge raus und ging weiter.
      Wieder war ich keine paar Schritte gegangen, als ich sie wieder schreien hörte.
      „Wenn ich gewinne, dann wählst du einen Beruf und gehst mit mir auf Reisen! Wenn aber du, Arya, gewinnen solltest, dann kannst du tun, was dir beliebt. Ich werde dann dir folgen und dir immer die besten Pokemon besorgen.“
      „Was soll man nur gegen eine solche Sturheit machen?“, dachte ich mir. „Soll ich gegen Karen kämpfen? Habe ich dann endlich meine Ruhe?“ Und so gingen meine Gedanken weiter.
      Nach etlichen Sekunden, drehte ich mich erneut um und rief ihr entgegen:
      „Na schön! Lass uns kämpfen!“

      Karen begann zu grinsen und wählte ihr erstes Pokemon, indem sie „Los, Taubsi!“, rief.
      Aus ihrem Beutel erstrahlte ein rotes Licht und vor Karen erschien ihr Taubsi. Als ich das sah, wusste ich, was zu tun war. Ich rief ebenfalls mein Taubsi hervor. Das Taubsi, dass ich von Karen geschenkt bekommen hatte.
      Ich starrte Karen an. Und Karen starrte mich an. Ein leichter Wind begann zu wehen. Unsere Haare wehten im Wind, während wir warteten. Warteten, was der jeweils andere tun würde. Mir riss als erstes der Geduldsfaden und ich rief: „Taubsi! Tackle!“
      Karen lächelte und schrie: „Ausweichen!“
      Ihr Taubsi wich der Attacke meines Pokemons aus und attackierte es.
      „Wieso setzt es zur Attacke an? Karen gab doch lediglich den Befehl zum ausweichen?“, wunderte ich mich.
      Meine Frage schien mir ins Gesicht geschrieben zu sein, als Karen anfing zu lachen.
      „Im Gegensatz zu dir, konnte ich mein Pokemon schon trainieren. Deshalb weiß es genau, was es wann zu tun hat.“, erklärte sie mir.
      Ich biss mir auf die Lippe und überlegte scharf, wie ich trotz dieses Handicaps gewinnen konnte. Mir wollte nichts einfallen. Vor allem kannte ich die Attacken meines Pokemons nicht.
      „Ich hätte die Attacken checken sollen, als ich das Taubsi bekam.“, dachte ich mir verärgert. Ich ärgerte mich über mich selbst, wegen dieser Dummheit. „Was soll ich nun machen?“
      Karen schien sich über meine Ratlosigkeit zu freuen und schrie:
      „Taubsi! Ruckzuckhieb Variante B!“
      Auf diesen Befehl hin, beschleunigte ihr Taubsi und flog mit schneller Geschwindigkeit auf mein Taubsi zu.
      „Ausweichen und Attacke!“, rief ich.
      Das Ausweichen funktionierte und ich freute mich schon, als ich sah, wie Karens Taubsi eine enge Kurve flog und mein Taubsi frontal rammte.
      „Perfekt!“, hörte ich Karen schreien, während mein Taubsi zu Boden ging.

      „Es scheint so, als wäre der Kampf vorbei!“, rief sie mir zu. „Du weißt was das bedeutet!“
      „So ein dreckiges, kleines, Flattervieh!!“, fluchte ich in meinen Gedanken. „Nicht mal einen Treffer landen kann das schwache Vieh!“ Und so verwünschte ich mein Taubsi weiter in Gedanken.
      Ich hatte gar keinen Bock darauf, mich an die Abmachung zu halten und rief: „Du kannst das jämmerliche Vieh gerne behalten. Ich verschwinde!“
      Nach dem ich das gerufen hatte, drehte ich mich um und versuchte wegzurennen. Doch ich war nicht weit gekommen, als mich irgendetwas in die Achillessehne biss. Ich stolperte und fiel, mit dem Gesicht voran, auf den Boden. Ich drehte mich schnell auf den Rücken und sah ein Rattfratz neben meinem Fuß.
      „Diese miese Ratte!!“, schrie ich und trat nach dem Pokemon. Es wich gekonnt aus und biss mir in den Unterschenkel. Der Schmerz ließ mich erstarren. Es war so, als ob mir diese Ratte in der echten Welt, in den Schenkel gebissen hätte.

      „Sich nicht an Abmachungen zu halten, ist aber nicht gerade die feine englische Art.“, sagte eine vergnügte Stimme ober mir.
      Ich sah hinauf und sah dort Karen stehen. Ich funkelte sie böse an.
      „Ich musste sogar mein Rattfratz einsetzen, um dich an der Flucht zu hindern. Und den 2. Biss hast du dir selbst zuzuschreiben. Mein Rattfratz hat sich bedroht gefühlt, deshalb hat es dich erneut gebissen.“
      „Lass mich doch einfach in Ruhe!“, schrie ich sie an. „Und pfeife deine Ratte zurück!“
      „Abmachungen werden eingehalten. Sie ist auch im System erfasst. Solltest du dich nicht daran halten, wirst du überall von der Polizei gesucht. Und wenn man dich fängt, dann landest du im Bau. Und danach wirst du mir keine 100 Schritte mehr von der Seite weichen können, bis die Bedingungen der Abmachung erfüllt worden sind.“, antwortete Karen in einem sachlichen Ton.
      „Soll ich mich an die Abmachung halten, oder lieber in den Bau wandern und hoffen, dass der Logout Button bis dahin wieder funktioniert?“, überlegte ich mir.
      „Ich ....“


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      Kapitel 7: Überanstrengung

      „Ich....“ , begann ich und brach ab. Eigentlich wollte ich ja ablehnen und wieder ins Gefängnis gehen. Doch irgendetwas in mir hielt mich davon ab.
      Karen schaute mich immer noch vergnügt an. Auch schien sie der Abbruch meiner Antwort nicht zu stören.
      „Ach verdamm‘ mich!“, schrie ich. „Ich halte mich an mein Wort!“
      Als ich das sagte, sah mich Karen überrascht an. Es schien, sie hatte eine andere Antwort erwartet.
      „Warum so überrascht?“, fragte ich mit echtem Interesse.
      „Nun, ich hätte mit einer anderen Antwort gerechnet.“, antwortete mir Karen nach ein paar Sekunden. „Wieso hast du dich für das entschieden?“
      „Auch wenn ich das Spiel bald nichtmehr spiele, möchte ich nur zu ungern meine Parameter Werte verschlechtern.“, sagte ich ihr.
      „Weise Entscheidung.“, war ihr Kommentar dazu und streckte mir ihre Hand entgegen.

      Ich ergriff diese und sie zog mich auf die Beine. Kaum dass ich stand, spürte ich schon die nächste Schmerzwelle in meinem Fuß.
      „Verflucht und zugenäht!“, quetschte ich durch meine zusammengebissenen Zähne. Ich probierte ein paar Schritte zu gehen und merkte, dass mich die Schmerzen sehr in meiner Beweglichkeit einschränkten.
      Karen sah besorgt meinen Gehversuchen zu. Sie holte eine kleine Flasche aus ihrem Beutel und reichte sie mir.
      „Was ist das?“, fragte ich sie.
      „Ein Heiltrank für Spieler. Für den Fall, dass diese von wilden Pokemon verletzt werden.“
      „Nur das es dieses Mal kein wildes Pokemon war.“, murmelte ich und trank die Flüssigkeit.
      „Hast du etwas gesagt?“, fragte mich Karen, da sie mein Gemurmle nicht verstanden hatte.
      „Vielen Dank, sagte ich.“, gab ich zur Antwort.
      Es schien Karen sehr zu freuen, denn sie begann noch breiter zu grinsen.

      Nach ein paar Augenblicken, wirkte die Flüssigkeit und mein Schmerz verschwand. Ich belastete und testete meinen geheilten Fuß. Kein Schmerz. Ich lief einen kleinen Kreis und verspürte nichts Unangenehmes mehr im Bein. Es war alles geheilt.
      Während ich so rumlief, fragte Karen, was wir jetzt tun sollten.
      „Was meinst du damit?“, fragte ich zurück.
      „Sollen wir zurück nach Alabastia gehen, damit du einen neuen Beruf wählen kannst? Oder möchtest du wirklich ohne Quest bleiben?“
      „Natürlich will ich Questfrei bleiben!“, rief ich.
      Karen schaute mich verdutzt an. So als hätte ich sie auch dieses Mal auf dem falschen Fuß erwischt.
      Bevor sie aber etwas sagen konnte, sprach ich weiter.
      „Das hätte ich vor dem Kampf gesagt. Nun aber möchte ich doch etwas machen.“
      Erleichtert sah Karen mich an und rannte sofort in Richtung Alabastia davon.
      „Das ist ein Frühstart!“, schrie ich ihr hinterher und lief ihr nach.

      Es dauerte nicht lange und wir waren beide komplett außer Atem. Wir beschränkten uns daraufhin auf normales gehen. Irgendwie schien der Weg zurück kürzer zu sein.
      „Sicher nur meine Einbildung.“, dachte ich mir und ging schweigend neben Karen her.
      „Puhh!“, stieß sie aus. „Das hat gut getan! Hahaha. Wir sollten öfter laufen.“
      „Mhmmm.“, war meine ganze Antwort. Mir wurde gerade schlecht von der Anstrengung. „Kotzt man in der echten Welt, wenn man in der VR kotzt?“, kam mir die Frage im Gedanken.
      Ich wollte die Frage schon stellen, entschied mich aber anders.
      „Sei doch ein wenig fröhlicher.“, meinte Karen zu mir.

      Ich wollte gerade zu einer Antwort ansetzen, als mir so schlecht wurde, dass ich mich vornüber beugte und meinen gesamten Mageninhalt erbrach.
      Karen sprang angewidert zur Seite weg und sah mich angeekelt an. So als wäre ich eine Kakerlake.
      Doch ich sah nicht viel von ihrem Blick, da es mich erneut zu würgen begann.
      „Was für ein grauenhaftes Gefühl“, war mein erster Gedanke nach dem zweiten Mal erbrechen.
      Und als ich dachte, es könnte nichtmehr schlimmer kommen, erschien ein Mitteilungsfenster in meinem Sichtfeld.
      „Warnung! Luftzufuhr Unterbrochen! Not-Logout wird vorbereitet!“
      „Also kotzt man in der echten Welt auch“, war mein letzter Gedanke, bevor wieder einmal alles schwarz wurde.

      Ich schlug meine Augen auf, und fand mich im inneren des RVRC wieder.
      „LUFT! Ich bekomme keine Luft!“, dachte ich voller Panik.
      Mir wurde schon schwindlig vom Luftmangel. Mit großer Mühe öffnete ich den Deckel des RVRC und drehte mich zur Seite. Kaum dass ich mich gedreht hatte, fiel ich auf den Boden. Beim Aufschlag auf den Boden setzte sich eine Flüssigkeit in Bewegung. Sie verließ meinen Mund, Hals und die Luftröhre. Ich bekam wieder Luft und begann zu husten. Überall spritzte die Flüssigkeit hin. Erst nach einiger Zeit, als ich wieder klarer sehen und denken konnte, sah ich was die Flüssigkeit war. Vor mir, bis zur Wand, lagen kleine Kotzepfützen.
      „Was für eine Sauerei“, dachte ich angeekelt und stand auf.

      Das Aufstehen fiel mir schwer. Mich überfiel direkt ein neuer Schwindelanfall. Ich musste mich am RVRC festhalten um nicht umzufallen.
      „Es fühlt sich so an, als wäre ich nicht in der Pokemon Welt, sondern hier einen Marathon gelaufen.“, flüsterte ich.
      Meine Füße waren schwer und ich bemerkte den beginnenden Muskelkater. Ich ging ein paar Schritte und musste stehen bleiben. Ein Schmerz fuhr mir den Körper hoch. Doch nicht an der Stelle, mit der ich am Boden aufgeschlagen war. Nein. Es war die Stelle, wo mich Karens Rattfratz gebissen hatte.
      „Anscheinend hilft das Heilitem nur in der VR!“, stellte ich erbost fest.

      Es dauerte lange bis ich im Bad angekommen war. Dort stellte ich mich erstmal unter die Dusche. Das zweite Mal an einem Tag.
      „Aber es war schon noch der Tag des Releases, oder?“, fragte ich mich in Gedanken. „Muss ich dann kurz auf den digitalen Kalender schauen.“
      Um mir Gewissheit zu verschaffen, blieb ich auch dieses Mal nicht lange unter der Dusche. Zum Glück war der Gestank des Erbrochenen abgegangen.

      Ich lief zurück in mein Zimmer. Tanzte um die Kotzepfützen herum und wollte mein Handy anschalten, doch es ließ sich nicht einschalten. Verärgert darüber, holte ich mein Tablet aus der Schreibtischschublade. Drückte den Power Knopf, doch es geschah nichts. Vor lauter Wut, ließ ich es etwas härter auf den Schreibtisch knallen, als beabsichtigt. Mir blieb nur noch eine Möglichkeit. Ich musste meinen PC einschalten. Gesagt getan. Und der PC sprang sofort an.
      „Immerhin ein Teil, dass immer funktioniert“, freute ich mich.
      Der Startbildschirm erschien. Ich tippte das Passwort ein. Dann schaute ich auf das Datum und bekam große Augen.


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      Kapitel 8: Angst

      „Das ist nicht möglich!!“, rief ich überrascht aus.
      Das konnte einfach nicht der Fall sein. Was war hier geschehen? Was war passiert, während ich in Pokemon World RPG eingeloggt gewesen bin?
      Ich konnte es mir einfach nicht erklären.

      „Wo ist das Datum!?“, schrie ich. „Wo ist das verfluchte Datum? Ich kann es nicht finden!“
      Dort wo das Datum stehen sollte, war ein leeres Feld. Selbst die Uhrzeit war nicht zu sehen.
      „Das muss ein Fehler sein!“, dachte ich mir und startete den PC neu. Jede Sekunde die verging, kam mir unendlich lange vor. Ich wurde immer gereizter wegen des Wartens. Nach gefühlten 5 Stunden, obwohl es nur wenige Sekunden waren, kam der Startbildschirm. Ich tippte erneut mein Passwort.

      „Hoffentlich ist der Fehler behoben.“, murmelte ich leise.
      Der Desktop erschien auf dem Monitor. Meine Augen flogen sofort zur rechten unteren Ecke. Kein Datum. Keine Zeitangabe.
      „Was ist hier verflucht nochmal los!!!!“, brüllte ich aus vollem Hals. „Will man mich hier verarschen?“
      Vor Wut trat ich nach dem PC und traf genau in die Seite des Gehäuses. Aber hier passierte etwas Komisches. Etwas was ich mir nicht erklären konnte. Der Computer rührte sich keinen Millimeter. Er hätte zumindest umfallen müssen. Aber er tat dies nicht. Er blieb genau auf seinem Punkt stehen.
      „Was zum Teufel ...?“, entfuhr es mir.
      Ich bückte mich hinunter und wollte den PC hochheben, doch er bewegte sich kein Stück. Auch war keine Delle im Gehäuse zu sehen.
      „Hier stimmt doch etwas ganz und gar nicht“, sagte ich kopfschüttelnd und stand auf.

      Mir blieb keine Zeit mich zu wundern. Ich hörte Schritte in meiner Wohnung. Voller Panik lief ich zur Zimmertür und schloss diese. Kaum war die Tür zu, verriegelte ich sie. Ich konnte noch immer die Schritte näher kommen hören. Ich sah mich im Raum nach einer möglichen Waffe um. Mir sprang sofort mein Katana ins Auge. Es war zwar stumpf, aber einen Einbrecher würde es schon verschrecken. Ich lief zur gegenüberliegenden Wand und griff nach dem Schwert. Doch auch dieses ließ sich nicht bewegen. Mit voller Kraft zerrte ich daran, doch es wollte sich nicht rühren.
      „Du verdammtes Drecksteil!!“, schrie ich voller Angst.
      Bevor ich noch etwas anderes tun konnte, sprang die Tür auf.
      „Ich habe doch abgeschlossen.“, dachte ich mir und wurde panisch.

      Ich schaute zur offenen Tür. Doch stand niemand im Türrahmen. Es musste aber jemand da sein. Jemand, der die Tür aufgebrochen und geöffnet hat. Aber kein Mensch war zu sehen. Ich suchte nach einem kleinen Anzeichen einer Person, fand aber nichts.
      „Kann ich dir helfen?“, kam eine Stimme von hinter mir.
      Ich stieß einen Schrei aus und hüpfte mit einem Hechtsprung weg von der Stimme. Als ich gelandet war, drehte ich mich sofort um. Ich schaute zu der Stelle, von der die Stimme gekommen war. Nur stand dort keiner.
      „Da habe ich mir doch tatsächlich etwas eingebildet“, kam mir der Gedanke. Ich entspannte meine angespannten Muskeln.

      „Fürchte dich nicht. Ich möchte dir nur helfen“, kam erneut die Stimme von hinter mir.
      „AHHHHHHHHHHHHH!!!!!!!!!!!!!!!!!!“, schrie ich.
      Meine Füße wollten gerade wieder wegspringen, als mich zwei Hände an den Schultern packten.
      Ich wehrte mich. Versuchte die Hände zu fassen zu bekommen. Trat um mich. Aber ich wurde nicht losgelassen.
      „Beruhige dich. Ich tue dir nichts.“, sagte die Stimme sanft.
      „Lass mich sofort los und verschwinde. Sonst rufe ich die Polizei!“, rief ich der Person hinter mir zu.
      Ein Seufzen drang an mein Ohr. Gefolgt von der Stimme, der Person.
      „Würdest du mir nur zuhören. Ich will dir nichts Böses. Ich möchte dir nur erklären, was gerade passiert.“
      Seine Stimme drang an meine Ohren. Irgendwo in meinem Gehirn wusste ich, ich hätte keine Chance dieser Person zu entkommen. Deswegen ergab ich mich. Ich hörte auf, um mich zu schlagen und zu treten.
      „Schon viel besser.“, sagte die Stimme hinter mir.

      Die Hände wurden von meinen Schultern genommen. Langsam drehte ich mich um. Dieses Mal sah ich die Person, die in meine Wohnung eingedrungen war. Es war eine Frau. Sie war ungefähr in meinem Alter. Braune, Schulterlange Haare, hingen ihr ins Gesicht. Es hatte sie sichtlich Mühe gekostet, mich festzuhalten.
      „Wieso sind Sie in meiner Wohnung?“, fragte ich sofort.
      Die braunhaarige Frau sah mich an. Es war ein abschätzender Blick. Er sollte wohl feststellen, ob die Zeit reif war. Die Unbekannte ging wortlos zur Tür. Ich hörte sie nur sagen: „Wir sprechen in der Küche, bei einer Tasse Tee weiter.“ und ging.

      Ich lief ihr hinterher. Zur Küche war es nicht weit. Und die ganze Zeit fragte ich mich, wer wohl diese Person sein könnte. Es wollte mir aber nichts einfallen. Deshalb entschied ich mich, auf eine Antwort zu warten. In der Küche angekommen, sah ich die Frau schon am Küchentisch sitzen. Sie hatte schon eine Tasse Tee vor sich stehen.
      „Wann hat sie den Tee gemacht? Ist sie schon länger hier?“, fragte ich mich in Gedanken.
      Ich ging zum Tisch und setzte mich gegenüber der Frau und musterte sie meinerseits. Ein Schweigen breitete sich zwischen uns aus. Ich wollte nicht die sein, die das Schweigen brach. Ich wollte Erklärungen, doch würde ich nicht danach fragen. Man würde mir ja doch keine Antwort geben.

      So schwiegen wir uns sicher ganze 10 Minuten an, bevor mein Gegenüber das Schweigen brach.
      „Auch eine Tasse Pfefferminztee?“, fragte sie mich.
      Perplex wegen dieser unerwarteten Frage, nickte ich einfach nur. Sofort nach meinem Nicken, erschien eine Tasse vor mir. Von ihr stieg Dampf, des heißen Wassers, auf. Der Geruch war eindeutig der von Pfefferminz.
      „Mir wird das langsam unheimlich.“, sagte ich mir mit Unbehagen.
      Anstatt nach der Tasse zu greifen, überkam mich eine Frage.
      „Wer sind Sie?“, wollte ich wissen und schaute der Frau in ihre grünen Augen.
      „Erkennst du mich denn nicht?“, fragte sie mich erstaunt.
      „Woher zum Henker soll ich Sie kennen?“, gab ich eine Frage zurück.
      „Na ich bin es. Karen.“, antwortete sie mir.

      „Karen? Die Karen? Aber wie ist das möglich. Wie kommt sie in meine Wohnung. Woher weiß sie, wo ich lebe? Was will sie hier?“, all diese Fragen schossen mir durch den Kopf. Doch wusste ich nicht, welche ich zuerst stellen sollte. Das Ganze war ein bisschen viel für mich. Ich verstand es nicht. Ich würde auf ihre Antwort warten müssen.
      „Doch wird sie mir diese Antwort geben?“


      --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


      Kapitel 9: Virtuelle Welt

      „Was will Karen hier? Wie ist sie in meine Wohnung gekommen? Woher hat sie meine Adresse?“, all diese Fragen schossen mir durch den Kopf. Doch mir wollte keine Antwort einfallen.
      „Dir stehen ja viele Fragen ins Gesicht geschrieben.“, lachte Karen und nippte an ihrem Tee. „Du kannst sie ruhig stellen. Ich werde so gut es geht, antworten.“, versicherte sie mir.
      „Wenn du schon weißt, was ich wissen will, dann rücke mit den Antworten raus.“, antwortete ich ziemlich barsch.
      „Ich weiß zwar nicht genau was du fragen möchtest, aber ich kann es mir denken.“, sagte sie zu mir. „Aber soll ich es dir sagen, wenn du so unfreundlich zu mir bist?“

      Mit diesem Satz, schaute sie mich genau an. Ich wusste, ich würde höflich fragen müssen. Ansonsten bekäme ich keine Antworten. Und diese Antworten wollte ich haben. Karen setzte ein Lächeln auf, als ob sie wüsste, was ich denke.
      „Na schön.“, begann ich. „Würdest du mir >Bitte< erklären, wie du in meine Wohnung kommst? Woher du weißt, wo ich wohne. Und was du von mir willst?“
      All das sagte ich in einem so freundlichen Ton, wie es in der Situation eben ging.

      „Hmmm....“, war ihre Antwort darauf. „Es hätte zwar freundlicher sein können, aber ich will dir antworten.“
      „Du willst wissen, wie ich in deine Wohnung kam? Woher ich wusste wo du lebst und was ich von dir möchte?“, fragte sie mich.
      Ich nickte einfach nur. Zu sehr war ich auf ihre Antwort gespannt.
      „Deine ersten Fragen sind direkt die kompliziertesten. Ich werde versuchen, alles so verständlich wie möglich zu erklären.“, begann sie in sachlichem Ton.
      „Spann‘ mich nicht länger auf die Folter. Sonst sitzen wir in Jahren noch hier.“, protestierte ich.

      „Also Freundlichkeit ist wirklich nicht deine Stärke“, sagte sie darauf.
      Ich brummte und wollte ihr schon meine Teetasse ins Gesicht werfen, als sie die Hände hob.
      „Na gut. Na gut!“, rief sie. „Ich erkläre dir alles gleich. Aber wirf die Teetasse nicht nach mir!“
      Überrascht, dass sie von meinem Verlangen wusste, verpuffte meine Gereiztheit.
      „Schon viel besser.“ sagte sie und nippte nochmals an ihrem Tee.

      „Würdest du mir glauben, wenn ich sage, dies hier ist eine Virtuelle Welt?“, fragte mich Karen.
      Ich blickte sie nur verdutzt an. „Will sie mich erneut verarschen? Oder meint sie diese Frage ernst?“, es wollte mir nicht klar werden.
      „Besser ausgedrückt. Würdest du glauben, dass die reale Welt, auch eine Virtuelle Welt ist?“, verbesserte sie ihre Frage.
      „Anscheinend meint sie ihre Frage ernst“, machte ich mir klar.
      Ich dachte nach, wie ich darauf antworten sollte. „Konnte die echte Welt, nicht real sein? Wären die Menschen dann nicht nur Programme? Nein! Das konnte nicht sein.“

      „Ich glaube nicht, dass dies hier eine Virtuelle Welt ist.“, antwortete ich.
      Als ich das sagte, stahl sich ein leises Lächeln auf Karens Lippen.
      „Hatte sie diese Antwort erwartet? Oder war die Frage wirklich nur ein Scherz gewesen?“ Mir schwirrten diese Fragen nun zusätzlich im Kopf herum.
      „Sag mir...“, begann Karen zu sprechen. „... Wieso ist dein PC nicht umgefallen? Du hast ihn doch sehr hart getreten. Hätte er nicht umkippen müssen?“
      Ich hörte ihre Worte und wusste, sie hatte Recht. Mein Computer hätte sich zumindest bewegen müssen. Oder eine Delle im Gehäuse haben. Doch es war nichts geschehen.

      Karen deutete mein Schweigen richtig. „Hast du jetzt gemerkt, dass da etwas nicht stimmt?“
      „Ja.“, war meine einsilbige Antwort. „Aber wenn das alles virtuell ist, was sind dann die Menschen? Sind sie NPC’s? Oder vielleicht AI’s?“, erkundigte ich mich bei Karen.
      „Sehr gut!“, rief sie aus. „Du begreifst schnell.“, freute sie sich und nippte erneut an ihrem Tee. „Menschen sind AI’s, die sich über Jahre entwickelt haben.“, war Karens Antwort auf meine Frage.
      „Das ist jetzt wohl ein Scherz oder!?“, fragte ich erstaunt.
      „Nein. Es ist definitiv kein Scherz.“, antwortete sie mir kopfschüttelnd. Damit wollte sie wohl ihre Aussage bekräftigen. „Diese Welt. Die wir, für die echte Welt halten, ist virtuell. Sowie zahlreiche andere auch.“

      „Aber wie willst du das beweisen? Wie hast du davon erfahren?“, wollte ich von ihr wissen.
      „Hier kommen wir nun zum Teil, wo ich deine ersten Fragen beantworte.“, erklärte Karen mir. „Ich bin eine leitende Entwicklerin des RVRC. In einem unserer Experimenten, passierte etwas. Durch ein Versehen, wurde nicht etwas in der VR-Welt von Pokemon erstellt. Nein. Es wurde ein Pokemon in unserem Labor erstellt. Ein Pokemon, in unserer, der realen Welt. Das gab uns sehr zu denken.“
      „Moment! Moment!!“, rief ich ihr zu. „Du willst mir sagen, du bist von den Entwicklern des RVRC? Und ihr habt ein echtes Pokemon gezüchtet? Ich verstehe gerade gar nichtsmehr.“

      „Ich wollte dir gerade erklären, wie es dazu kam.“, erwiderte sie mit einem finsteren Blick.
      „Entschuldige bitte. Ich wollte dich nicht unterbrechen.“, sagte ich.
      „Wo waren wir stehen geblieben?“, murmelte Karen zu sich. „Achja. Jetzt weiß ich wieder, wo du mich unterbrochen hast.“, sagte sie und fuhr fort. „Wir haben aus Versehen, ein Pokemon in dieser Welt erstellt. Dazu kam es, weil einer unserer Mitarbeiter vergaß, das Ziel auszuwählen, wo das Pokemon erstellt werden sollte. Wäre diese Welt, nicht virtuell, dann hätte gar nichts geschehen dürfen. Doch ist etwas geschehen. Daraufhin haben wir begonnen nachzuforschen. Am Ende sind wir soweit gekommen, dass wir diese, unsere, Welt frei beeinflussen können. Deshalb konnte ich deine Wohnungs- und Zimmertür einfach so öffnen. Deshalb erschien der Tee einfach vor deiner Nase. Und deshalb konnte ich deine Gedanken lesen.“

      „Das heißt, ihr könntet diese Welt zerstören, beherrschen oder sonstiges damit tun? Willst du mir das damit sagen?“
      „Ja, wir könnten. Doch niemand von uns wird das tun. Für solche Dinge, haben wir Pokemon World. Dort sind wir wirklich allmächtig.“
      Bei den Worten, floss mir die Angst, wie kaltes Wasser, den Rücken runter.
      „Sollte das etwa heißen, wir Spieler von Pokemon wären einfache Versuchskaninchen? Leute, die man so umbringen kann, wenn man Lust dazu hat?“, fragte ich mich mit Schaudern im Gedanken.
      So ruhig wie möglich, fragte ich Karen: „Aber woher weißt du, wo ich wohne?“
      „Ist das nicht klar? Jeder RVRC hat eine eigene Seriennummer. Und diese wird mit Position an uns übermittelt. Vorausgesetzt, man nutzt das Internet des RVRC.“
      Ich schlug mir die Hand an die Stirn. „Wieso bin ich nicht selbst darauf gekommen!“, schrie ich in Gedanken.
      „Dann bleibt nur noch die Frage, was ich von dir will“, sprach Karen in leicht angespannten Ton. Es schien, als würde sie endlich zum Punkt kommen.
      Ich nickte nur. Ich wollte endlich wissen, was das ganze hier zu bedeuten hat. Weshalb Karen zu mir gekommen ist. Warum sie nicht einen anderen User aus Pokemon World gewählt hat. Die Auflösung des Rätsels, ließ mich zittern vor Spannung.
      „Wir....“


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      Kapitel 10: Innerer Kampf

      „Arya. Wir, das RVRC Team, möchten dich in unseren Reihen sehen. Du wärest eine wertvolle Bereicherung für uns. Du hast ein Talent, von dem du wahrscheinlich selbst noch nichts weißt. Mit diesem Talent, könnten wir endlich das letzte Rätsel über diese Virtuelle Welt lüften. Was ist? Möchtest du bei uns einsteigen?“, erklärte und fragte Karen mich.

      Ich schaute sie zuerst nur verständnislos an. Mir hatte sich der Sinn ihrer Worte noch nicht erschlossen. Es dauerte einige Sekunden, bis ich begriff was Karen gesagt hatte. Als ich es geschnallt hatte, wurde mir ganz Heiß. Aber wollte ich dort mitmachen? Mitmachen bei einer Firma, die User als Versuchskaninchen benutzt? Wenn ich dort einsteigen würde, erhielte ich Macht. Und Macht wurde in dieser korrupten Welt gebraucht. Mit der Einflussstärke konnte ich überleben. Ich würde nie wieder Angst haben müssen um meine Zukunft. Dennoch würde ich nicht viel besser als Politiker, Bankenchefs, Manager etc. sein. Mein Leben wäre auf dem Leid anderer gerettet.

      Es rangen diese zwei Ansichten in meinem Kopf gegeneinander. Einerseits die Vorstellung, andere Spieler zu benutzen, um mir ein gutes Leben zu ermöglichen. Und andererseits war die Vorstellung, die alles ablehnen wollte. Lieber ein armes und unsicheres Leben, als reich und beschmutzt zu sein. Die beiden Ansichten krachten in meinem Kopf zusammen und ich ließ einen lauten Schrei erklingen. Mein Schädel drohte zu zerplatzen. So gewaltig war die Auseinandersetzung meiner Gedanken.

      „Was hast du?“, erkundigte sich Karen besorgt. Sie schaute mich sorgenvoll an.
      Doch ich konnte ihr nicht antworten. Zu heftig waren meine Kopfschmerzen. Mir wurde ganz übel. Ein Wort und ich würde wieder erbrechen. Das wusste ich. Aus dem Grund wollte ich Karen auch nicht antworten. Sie hatte schon einmal das miterleben müssen. Und dass sollte sie nicht noch einmal sehen. Ich schloss meine Augen. Ich wollte die Sinneseinströmung so gering halten wie möglich. Mein Gehirn sollte nicht nochmehr belastet werden. Kaum hatte ich die Augenlider geschlossen, begann sich alles um mich herum zu drehen. Dieser eine Augenblick reichte, um mich vom Stuhl fallen zu lassen. Doch anstatt auf dem harten Boden aufzuschlagen, landete ich in einem weichen Kissen. Das Kissen war aber vorher noch nicht dort gelegen. Also muss es Karen herbeigezaubert haben. Oder wie man ihre Macht in dieser Welt auch nennen möchte.

      „Karen an Zentrale!“, hörte ich Karens Stimme aus weiter Ferne.
      Es wurde etwas geantwortet, doch ich verstand es nicht. Was auch immer es war, es konnte nicht wichtig sein. Sonst hätte ich es gehört.
      „Es gibt ein Problem.“ ertönte erneut die Stimme von Karen. „Unser Subjekt Nr.1 ist zusammengebrochen. Wie ist eure Anweisung?“
      Es dauerte wenige Augenblicke bis Karen ein kurzes „mhmm“ von sich gab. Welche Anweisung hatte sie angefordert? Ob sie mich töten sollte? Im Grunde war es mir egal. Hauptsache die Schmerzen wären weg.

      Langsam aber doch, begann mein Verstand unscharf zu werden. Er versank, wie ein Stein im See. Ich nahm nichtsmehr von meiner Umwelt wahr. Alles was ich fühlte, war Schmerz. Der Schmerz in meinem Kopf. Ich wollte, dass es aufhört. Aber diese Pein würde nicht aufhören, nur weil ich das so wünschte. Wie lange der Kampf in meinem Inneren dauerte, wusste ich nicht. Nach einer gefühlten Ewigkeit, verschwand der Schmerz für wenige Augenblicke. Es glich einem kühlen Glas Wasser an einem heißen Sommertag. Eine herrliche Erleichterung. Als hätten die beiden Gedanken meine Erleichterung gespürt, gingen sie wieder aufeinander los. Das letzte Duell der beiden. Es gab einen Zusammenstoß nicht geahnten Ausmaßes. Dann war es um mich geschehen. Was würde nur mit mir geschehen? Würde ich sterben? Konnte ich überleben?
      All diese Gedanken flossen in dem einen Moment durch mich und dann kam das Nichts.


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    • ein kleiner Satz...

      "Mach mal eine Pause."

      Ich habe beim Lesen das Gefühl gehabt, ich muss da durch rennen.
      Manche Satzkonstrukte musste ich mehrfach lesen, weil es ich anfühlte wie ein Sprung und ich dachte ich hätte etwas verpasst. Manchmal aber auch aus dem Grund, dass mir da die Satzzeichen fehlten oder einfach mal ein PUNKT mehr nötig gewesen wäre^^

      Es gibt noch einige Dinge, die ich bemängeln würde. Doch lies es dir einfach mal selbst noch mal durch und du merkst es bestimmt von alleine.

      Mal schauen was der nächste Teil bringt^^
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      as deep as the ocean

      tak moja lubov k tebe
    • Jetzt wo du es sagt, fällt es mir auch auf, dass ich ein wenig zu lange Sätze schreibe ^^
      Wobei ich dachte, dieses Mal hätte ich detailliert geschrieben Oo Wenn dem nicht so ist, dann muss ich wohl noch mehr Detail reinbringen :D

      Ich kann nur soviel sagen: "DANKE!!" Danke für dein ehrliches Feedback Anami :thumbsup: Damit kann ich was anfangen ^^


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    • also beim 2. nachteil, wüsste ich auf anhieb mehrere arten das zu fixen.... aber da es aus "sicherheits gründen" so ist, lass ich das mal durchgehen^^
      außerdem, man muss echt faul sein, wenn man sich nichtmal zum kacken ausloggt^^
      bin gespannt wies weitergeht^^


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      "Bis zum Marianengraben und darunter hinaus."
      Kapitän der MS Niveau, Spezialist für Tiefseetauchfahrten

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      To gain the gold which thou desire,

      there is a deed thou shalt aspire,

      ending thine foes by leadful fire.

      - Alchemists





      Bei Reseedanfragen PN me ^^
    • Aber ich war nicht die einzige die vor der Tür wartete. Viele andere Gamer warteten ebenfalls und ich konnte mir gut denken weshalb. Alle waren sie wegen dem neuen Pokemon Spiel da. Wie ich die Menschenschlange dort warten sah, war ich heilfroh, dass ich mir das Spiel direkt bei der Ankündigung vorbestellt hatte. Nach gefühlten 5 Stunden warten, obwohl es nur wenige Minuten waren, wurde die Tür zum Laden geöffnet und ich stürmte rein. Drängte mich an vielen Leuten, unter wütendem Protest derer, vorbei und lief direkt zur Theke wo sich schon einige Verkäufer zusammenkauerten unter dem Ansturm der Leute. Ich knallte meinen Vorbestellungsschein auf den Tresen und sagte, dass ich mir mein Spiel holen komme. Ich konnte kaum die Geduld aufbringen, um zu warten, bis mir der Verkäufer das Spiel in die Hand drückte.
      Da fehlt die Spannung... die Emotion der Protagonistin wird nicht deutlich genug... sie ist ungedultig, dann solltest du es auch mit ungeduld auch zeigen... z.B.


      "... ... Aber ich war nicht die einzige wartende Person. Es stellten sich schon viele andere Gamer vor die Tür. Ich wusste auch genau warum. Aus dem gleichem Grund wie ich. Die Menschenmasse wollte das neuen Pokemon Spiel in die Finger bekommen. Ich stand nun hier in der Schlange und stakste von einem Bein aufs andere. Andauernd schielte ich zu der immer noch geschossenen Tür. Nach gefühlten 5 Stunden, obwohl nur wenige Minuten vergingen, öffnete sich die Tür zum Laden. Die Meute stürmte hinein. Bei dieser Menschenmenge freute es mich um so mehr, dass ich mir das Spiel direkt bei der Ankündigung vorbestellte. Ich drängte mich unter wütendem Protest der Personen zur Kasse vorbei. Dort erblickte ich, wie sich schon einige der Belegschaft bei dem Ansturm zusammenkauerten. Ich knallte meinen Vorbestellungsschein auf den Tresen und sagte, dass ich mir mein Spiel holen komme. Ungeduldig riss ich dem Verkäufer das gereichte Spiel aus der Hand... ..."

      das war jetzt nur eine Minimalkorrektur :D
      Ich wollte jetzt auch nicht viel von deinem Stil kaputt machen, da du ja auf deine Weise schreiben musst. Wenn es nach mir ginge würde ich viel mehr beschrieben.
      Z.B. Wie sieht der Laden aus? Machen die Leute etwas kaputt? Schreien sie sich gegen seitig an? Was für menschen waren es? Mehr junge leute, dicke, dünne, "nerds", "Freaks"... was auch immer man für Begriffe dafür verwenden mag? Wie war der Weg zu dem Laden? Die umgebung in ihrem Wohngebiet?

      Nach dieser Szene gehst du mit der spannung hoch und es klappt auch besser als zuvor, aber ...
      "Was ist den nun auf der Hülle drauf, das sie so lange darauf starrt?"
      Verstehst du was ich meine? Du kannst sie nicht einfach etwas machen lassen und das über einen langen weg hinweg ohne weiter näher darauf einzugehen.

      Diese Szene wirkt dann einfach leer und leblos.


      Und du solltest ganz dringend an deiner Verbfaulheit arbeiten :P
      war, waren, hatte, hat, haben, sind, sein, ist, wurden und noch viele mehr

      sind alles Verben die FAUL sind. Meistens kann man die Sätze so umschreiben, dass du diese Wörter nur in sehr seltenen Fällen benutzen musst.
      Durch diese Verbfaulheit, hast du eine gewisse passivität im Text. Damit sperrst du den Leser aus der Geschichte aus Anstatt ihn mit rein zuziehen.



      Ich denke das reich vorerst :P
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      tak moja lubov k tebe
    • Das ganze wäre mir gar nicht aufgefallen, hättest du es mir nicht geschrieben 8|

      Je mehr du mir Feedback du mir gibst, desto mehr merke, was für Fehler ich da gemacht habe. Und dafür bin ich dir mehr als nur dankbar :thumbsup:

      Ob ich das auf Anhieb so umsetzen kann, weiß ich zwar nicht, aber ich gebe mein bestes.

      Ps: Musstest du durch das neue Kap. auch wieder durchrennen?


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    • Nicht mehr ganz so sehr wie beim Prolog, besser wurde es aber ab dem moment wo sie das spiel hatte. Da hast du es geschafft schon kurz und knackig zu schreiben :D

      ... Ich riss die Verpackung vom Spiel, öffnete die Box und gab die Seriennummer ...

      Ab dem Satz hast du die Sätze schön und kurz gehalten, was mir an der stelle gut gefallen hat. Gibt aufjeden Fall etwas von der Spannung wieder die in der Person herrscht. :)
      An der Stelle passt es auch gut.

      //edit//
      Also Kap. 2 und 3 haben mir deutlich besser gefallen. Der Lesefluss wird besser. Die Sätze sind nicht zu lang und gut aufeinander abgestimmt. = Kritik hier gut angenommen und erarbeitet. :oh.ponpon:
      Ich hatte nicht gedacht, dass du es so schnell umsetzen kannst^^
      Mir gefällt es :)

      Klar gibt es jetzt Kleinigkeiten und Details die man anmerken könnte. Aber dafür will ich erst mal mehr von deinem Stil lesen, da ich sonst deinen Schreibstil verfälschen könnte... :)


      //Edit 2 // bis Kapitel 7
      langsam erinnert es mich an SAO, dadurch wirkt es etwas abgeküpfert und nicht mehr einmalig.

      Schreibstil technisch kann ich jetzt nicht meckern...

      Ich habe mir jetzt die Bücher "Tribute von Panem" geholt und gelesen... mir war nicht klar wie "einfach" einige Autoren schreiben, so das ich bei dir definitiv nicht meckern kann.

      Ich war von den Büchern und dessen Schreibstil... mmhh... etwas schockiert. Da ist deiner definitiv angenehmer :P

      /die Story von Panem ist schon nicht schlecht und ist mal was anders und "neues". Aber der SChreibstil war mies... Ich weiß nicht wie das original ist, aber die deutsche übersetzerin war nicht gut... anderer seits hat sie ja auch nur das was ihr das Original bietet ^^
      Panem Story = gut, Schreibstil = liegt irgendwo im Keller^^
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      tak moja lubov k tebe
    • @Anami:
      Wenigstens stehe ich jetzt nichtmehr ganz alleine da mit meiner Meinung über die Bücher von Panem ^^

      Gut das du mir das mit der Ähnlichkeit zu SAO sagst :thumbup: Wollte gerade das 8. Kap schreiben und werde nun versuchen, die Story einzigartig zu gestalten :)

      #Edit: Meine Tastatur hat gerade den Geist aufgegeben :thumbdown: Kap kommt morgen, wenn ich eine neue Tastatur habe. (geschrieben via Handy)


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    • haha...

      Schöne Wendung hast du da eingebaut... so hast du dich natürlich von SoA doch entfernt ^^

      Ich bin gespannt :)

      Und dennoch solltest du deine ICH-Erzählerin nicht so oft in Anführungszeichen sprechen lassen, wenn sie denkt. Das ist etwas seltsam... Ich sage einfach mal denken, nicht sprechen.

      Spoiler anzeigen
      Ich-Erzählsituation

      In der Ich-Erzählsituation ist der Erzähler mit einer Figur der Erzählung meist identisch, er tritt also mit in die Handlung ein. Man spricht hier von der Identität der Seinsbereiche von Erzähler und Figuren. Das „erzählende Ich“ ist jedoch oftmals die erfahrenere und reifere Version des „erlebenden Ichs“. Allerdings ist zu beachten, dass ein Ich-Erzähler unterschiedlich stark am erzählten Geschehen beteiligt sein kann, z. B. in der Rolle eines mehr oder minder beteiligten Beobachters eines Geschehens bzw. als Nebenfigur.

      Direkte Rede, auch ohne Kennzeichnung durch besondere Satzzeichen oder redeeinleitende Sätze, Darstellung subjektiver Gefühlszustände, Meinungen und Sichtweisen, all dies sind recht typische, zu erwartende Merkmale einer Ich-Erzählung. Der Ich-Erzähler hat dagegen oft keine kritische Distanz zu seiner Erzählung.

      Diese Erzählsituation erscheint natürlich. Wenn jemand erzählt, was ihm passiert ist, spricht er ebenfalls aus der Ich-Perspektive. In der Regel ist diese Perspektive besonders geeignet, ein Identitätsgefühl mit dem Erzähler beim Leser zu wecken. Das Gefühl also, der Leser erlebe selbst, was dem Erzähler als Figur des Textes geschieht.

      „Wir starteten in La Guardia, New York, mit dreistündiger Verspätung infolge von Schneestürmen. Unsere Maschine war, wie üblich auf dieser Strecke, eine Super-Constellation. Ich richtete mich sofort zum Schlafen, es war Nacht.“

      – Max Frisch: Homo faber. 1957

      „Ich war zwar ganz allein und auf mich selbst angewiesen; aber ich hatte gute Waffen und ein ausgezeichnetes Pferd, auf welches ich mich verlassen konnte. Auch kannte ich die Gegend oder die Gegenden genau, die ich zu durchreiten hatte, und sagte mir, daß es für einen erfahrenen Westmann leichter sei, allein durchzukommen, als in Begleitung von Leuten, auf die er sich nicht vollständig verlassen kann.“

      – Karl May: Old Surehand I. 1894

      Eine weitere Sonderform der Ich-Erzählung ist ein „Innerer Monolog“, in dem die Bewusstseinsinhalte einer Figur (scheinbar) ohne Distanz vermittelt werden (siehe Schnitzlers Lieutenant Gustl (1901) oder Fräulein Else (1924)). Eine Sonderform des inneren Monologs ist der Bewusstseinsstrom (stream of consciousness), in dem der Gedankenfluss in Reinform dargestellt werden soll, was bis zur Auflösung grammatikalischer Formen führen kann (siehe dazu den Monolog der Molly Bloom in Joyce’ Ulysses (1922)). Eine – sehr seltene – Abart des inneren Monologs ist eine Art Selbstgespräch in der Du-Form (Michel Butor: La modification. 1957).


      und noch mal einen Anhang, der doch etwas komplex ist^^
      Dateien
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      tak moja lubov k tebe
    • Von SAO entfernt und der Matrix zu nah gekommen :D So könnte man es am besten beschreiben ^^

      Die Erklärungen über die "Ich" Erzählungsschreibweise sind sehr hilfreich :thumbsup:

      Deshalb Vielen Dank Anami, dass du mir immer weiterhilfst. Ohne deine Hilfe wäre die Geschichte längst nicht so, wie sie gerade ist :fine:


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